Forderung von CDU-Politikern Lebenslanges Fahrverbot für Raser?

, aktualisiert am 31.05.2016 - 10:26 Uhr
Schneller als die Polizei erlaubt: Raserei auf Deutschlands Straßen führt nicht selten zu tödlichen Unfällen. Foto: dpa

CDU-Politiker fordern härtere Strafen für Verkehrsrowdys: Wer bei einem Unfall einen Menschen verletzt oder tötet, soll nie wieder hinters Steuer dürfen.

 

München - Verkehrsunfälle, bei denen überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spielt, sind in Deutschland an der Tagesordnung. Neben Fahren unter Alkoholeinfluss gilt Rasen als eine der Hauptunfallursachen. Nicht selten sind dabei Tote zu beklagen. CDU-Verkehrsexperten wollen deshalb jetzt ordentlich auf die Bremse treten und Raser künftig deutlich härter bestrafen.

„Der Führerschein ist kein Grundrecht für halbstarke Adrenalin-Junkies“, sagt der Verkehrspolitiker der Union, Patrick Schnieder, der „Bild“. Er spricht sich für Freiheitsstrafen ohne Bewährung aus: „ Sie sind das Mindeste angesichts des ungeheuren Leids, das sie den Opfern und Hinterbliebenen verursachen. Ein Todesraser darf den Gerichtssaal nie wieder mit einer Bewährungsstrafe verlassen“, betont Schnieder.

Er ist damit nicht der einzige Christdemokrat, der härter gegen Verkehrsrowdys vorgehen will. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Jarzombek fordert einen lebenslangen Führerscheinentzug – und plädiert für eine weitere Strafmaßnahme: Raser sollen einmal in der Woche Sozialdienst leisten – ebenfalls lebenslang. „Zum Beispiel, um den Opfer-Angehörigen zu helfen“, erklärt Jarzombek der „Bild“. Bei guter Führung könne der Sozialdienst auch auf 15 Jahre verkürzt werden, ergänzt der CDU-Verkehrsexperte.

„Wer leichtsinnig ein Leben riskiert, gehört ins Gefängnis“

Für nicht ganz so drastische Strafen spricht sich der verkehrspolitische Sprecher der Union, Ulrich Lange, aus. Er fordert zwar keinen lebenslangen Führerscheinentzug, doch auch er betont: „Illegale Autorennen und Raser, die leichtsinnig Menschenleben gefährden, sind nicht hinnehmbar. Raserei muss konsequent geahndet werden.“ Wer ein Menschenleben riskiert, weil er ein illegales Rennen fährt, gehöre ins Gefängnis. Es bedürfe eines „klaren Signals der Abschreckung“.

 

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