Forderung im Stadtrat Mehr Park-and-Ride für München: CSU will Pendler aus der Stadt treiben

Emily Engels ist Rathaus-Reporterin der Abendzeitung.
, aktualisiert am 06.12.2019 - 17:24 Uhr
Die CSU-Rathausfraktion will unter anderem Park-and-Ride fördern. Foto: Daniel Reinhardt/dpa (Archivbild)

Wie lassen sich die langen Staus in München durch den täglichen Pendelverkehr verhindern? Die CSU-Fraktion hat dazu ein mehrteiliges Antragspaket geschnürt - sie will unter anderem Park-and-Ride fördern.

 

München - Die Zahlen sind dramatisch. Knapp 400.000 Münchner pendeln täglich zur Arbeit in die Stadt – 180.000 Menschen fahren zur Arbeit ins Umland. "München ist Pendlerhauptstadt Nummer Eins", sagt CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl.

Seine CSU will das Problem jetzt mit einem mehrteiligen Pendler-Paket angehen. Pretzl: "Ziel ist es, insbesondere den motorisierten Individualverkehr bereits an der Peripherie durch attraktive Angebote zum Umstieg auf den ÖPNV zu motivieren."

Die Forderungen der CSU-Fraktion

  • Am U-Bahnhof Studentenstadt soll ein Parkhaus mit direkter Anbindung zur Autobahn geschaffen werden.
  • Am Leuchtenbergring soll eine Park-and-Ride-Anlage mit direkter Anbindung zu S-Bahn, Tram und Bus errichtet werden.
  • In Haar sollen die Park-and-Ride-Kapazitäten ebenfalls massiv ausgebaut werden.
  • Zusammen mit dem Landkreis Dachau soll sich die Stadt München für eine Reaktivierung des S-Bahnhofs Breitenau einsetzen.
  • Park-and-Ride soll künftig für Umsteiger auf den ÖPNV gratis sein. Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer in den Wohngebieten parken, um die Gebühren zu sparen.

Konzept für Carsharing-Anbieter und Park-and-Ride-Anlagen

  • Zusammen mit den Carsharing-Anbietern soll ebenfalls ein Konzept für Park-and-Ride-Anlagen ausgehandelt werden. Etwa sollen dabei die Geschäftsgebiete der Anbieter ausgeweitet werden. Sodass Menschen von den Park-and-Ride-Anlagen aus auf die Fahrzeuge zugreifen können.
  • Park-and-Bike-Anlagen sollen Pendlern bereits an der Stadtgrenze den Umstieg vom Auto auf das Rad ermöglicht. Dazu sollen insbesondere an Autobahnausfahrten, großen Einfallstraßen und den neuen Radschnellwegen Park-and-Bike-Anlagen geplant werden.
  • Insgesamt sollen die Park-and-Bike-Anlagen attraktiver werden. Etwa durch Luftpumpen und Reparaturmöglichkeiten vor Ort.
  • Park-and-Ride-Anlagen, die schon jetzt überfüllt sind, sollen erweitert werden - sodass jeder Platz findet.

Der SPD-Fraktion kommen die Pläne ihres Kooperationspartners verdächtig bekannt vor. Fraktionschefin Verena Dietl: "Zuletzt hatten wir uns im Rahmen unserer Verkehrsvision für München einen starken Ausbau der Angebote – vor allem im Umland – zum Ziel gesetzt."

 

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