Flughafenbus wird zum Wahlkampfthema Hoffnung für die Airportpendler

Der Flughafenbus soll Ende dieses Jahres wegfallen. Jetzt kämpft eine bunte Allianz für den Erhalt. Foto: AZ-Archiv

Hinter den Kulissen wird gewaltig an einer Lösung für die Flughafenarbeiter getüftelt

Landshut - Die Landshuter Flughafenpendler bangen um ihren Bus (die AZ berichtete). Um so erfreulicher ist deshalb kürzlich die Nachricht aufgenommen worden, dass Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier aktiv an Lösungen arbeiten.

Dass der Flughafenbus von Landshut ins Erdinger Moos abgeschafft werden soll, stößt mittlerweile vielen Politikern von Stadt und Landkreis sauer auf. Die allgemeine aber berechtigte Frage die dahinter steht: Warum sollte man dieses erfolgreiche System ganz abschaffen, anstatt mithilfe der Bahn das Fahrtangebot noch dichter zu takten?

Wie die AZ erfahren hat, gab es bereits konkrete Gespräche im Hintergrund, von Alexander Putz und Landrat Dreier, aber auch von CSU Landtagsabgeordnetem Helmut Radlmeier.

Das Staatsministerium habe nach AZ-Informationen Putz mittlerweile konkret in Aussicht gestellt, dass das Pendlerangebot ab 1. Januar 2019 so gestaltet werden muss, dass die Frühpendler zum Arbeitsplatz kommen. Die Mindestlösung wäre, dass die DB-Regio ein ergänzendes Bus-Angebot bietet, das zum Beispiel wiederum an einen Busunternehmer vergeben werden könnte.

Nichtsdestoweniger arbeiten Putz und Landrat Dreier auch weiterhin an einer Königs-Lösung. Das heißt, dass auch eine Genehmigung für den Betrieb wie bisher noch nicht vom Tisch ist. Ob das gelinge, sei natürlich fraglich. Weitere Gespräche sollen demnächst folgen.

Auch Landtagsabgeordneter Radlmeier hat sich kürzlich wegen des Themas mit Verkehrsstaatssekretär und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, Josef Zellmeier, zusammengesetz. Bei dem Treffen sei man sich schnell einig gewesen, dass der ÜFEX eine sehr wichtige und richtige Investition für unsere Region und vor allem auch für die Stadt Landshut sei.

Die 91 Millionen Euro seien gut investiert, um den Flughafen mit Ostbayern noch enger, schneller und leistungsfähiger zu vernetzen. "Doch können es aber nicht sein, dass jetzt die Frühpendler auf der Strecke bleiben," so Radlmeier.

Dass das Verkehrsministerium Handlungsbedarf sehe, versicherte Zellmeier im Gespräch mit dem Abgeordneten. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bayerischen Eisenbahngesellschaft sagte dem Landtagsabgeordneten zu, das Verkehrsministerium, die Bayerische Eisenbahngesellschaft und die Deutsche Bahn zeitnah an einen Tisch zu bringen, um sicherzustellen, dass die Landshuter Pendler auch am frühen Morgen zum Arbeitsplatz kommen.

Damit öffentlicher Verkehr optimal funktioniere, sei neben dem Schienenverkehr auch ein abgestimmtes Netz an Stadt- und Landkreisbussen notwendig. Verkehrsstaatssekretär Zellmeier sicherte zu, schnellstmöglich eine Lösung für die Morgenpendler zu suchen. Die Pendler würde die Nachricht sicher freuen, denn die brauchen möglichst bald Klarheit.

 

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