Flügelstar nach Verlängerung Fit fürs Finale? Arjen Robbens besondere Beziehung

Arjen Robben verlängerte seinen Vertrag beim FC Bayern. Sein großer Wunsch ist das erneute Triple. Foto: firo/Augenklick

Der Holländer kämpft um seine Teilnahme am Pokalfinale – und peilt für sein wohl letztes Jahr bei Bayern den Henkelpott an. "Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, dann sind wir top aufgestellt"

 

München - Zum DFB-Pokal hat Arjen Robben eine besondere Beziehung. 30 Mal lief er für den FC Bayern im deutschen Cup bereits auf, dabei gelangen ihm insgesamt vier Triumphe (2010, 2013, 2014 und 2016) sowie 16 Tore und 17 Vorlagen. Eine Top-Bilanz für den Niederländer. 2010 und 2014 traf Robben sogar im Endspiel – ob es diesmal wieder so kommt?

Wenige Tage vor dem Finale gegen Eintracht Frankfurt (am Samstag ab 20 Uhr im AZ-Liveticker) ist ein Einsatz des Bayern-Angreifers weiter ungewiss. Robben kuriert eine Adduktorenverletzung aus, erlitten im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Real Madrid.

"Ich werde alles versuchen, dass ich dabei sein kann", sagte Robben am Wochenende nach der Partie gegen den VfB Stuttgart (1:4): "Aber das kann ich noch nicht sagen. Wir müssen schauen, wie die Woche läuft, ob es dann auch realistisch ist. Wenn es nicht geht, muss man das leider akzeptieren."

Hilft Robbens Energie gegen die Bayern-Müdigkeit?

Robben klang nicht wirklich überzeugt – dabei könnte ein Impuls von außen durchaus helfen. Das zeigte der eher blutleere Auftritt der Bayern gegen die Schwaben. Und ein Arjen Robben in Topform ist sowieso immer eine Alternative. Genau deshalb verlängerten die Münchner um ein weiteres Jahr mit dem 34-Jährigen.

"Ich spiele schon neun Jahre bei Bayern, das ist ein Top-Verein, hier zählt nur gewinnen, hier zählen nur Titel", sagte Robben. "Ich bin glücklich und stolz, dass ich die zehn Jahre voll machen kann bei Bayern." Er habe das Angebot der Bayern angenommen, "weil ich nächste Saison angreifen will. Ich will wichtig sein für die Mannschaft."

Robbens Traum: Der Henkelpott

Der Niederländer, der 2009 für eine Ablösesumme von 24 Millionen Euro von Real Madrid nach München kam, hatte auch andere Angebote vorliegen. Wahrscheinlich hätte er etwa in China deutlich mehr Geld verdienen können, aber er entschied sich für den Wettkampf auf höchstem Niveau bei Bayern.

Robbens Traum: Nach 2013, als er im Champions-League-Endspiel gegen Dortmund das entscheidende Tor beim 2:1-Sieg schoss, noch einmal den Henkelpott zu gewinnen. "Das ist das große Ziel", sagte er. "Wenn die Mannschaft zusammenbleibt, dann sind wir top aufgestellt. Das Halbfinale gegen Madrid hat mir ein Gefühl gegeben, dass nächste Saison auch wieder etwas drin ist."

Robben will Heynckes-Abgang versüßen

Womöglich wären die Bayern mit Robben in Topform effizienter vor dem Real-Tor gewesen und ins Finale eingezogen – doch er musste gleich zu Beginn des Hinspiels verletzt aufgeben. In der Champions League habe "nur der letzte Tick gefehlt", sagte Robben über das Aus: "Wir haben zweimal gut gespielt, sind unverdient raus. Aber das gehört auch zum Fußball."

Deshalb gibt es nun nur noch ein Ziel für ihn und die Bayern in dieser Saison: Am Samstag das Double perfekt zu machen. "Da werden wir anders auftreten", versprach Robben, warnte aber zugleich vor der "gefährlichen Mannschaft" der Eintracht: "Frankfurt wird defensiv spielen und auf Konter lauern. Heute hat man gesehen, dass wir bei Kontern Probleme hatten."

Doch natürlich bleiben die Bayern der klare Favorit, mit Robben in der Startelf wären die Chancen auf den Cup-Triumph wohl noch größer. "Wenn wir das Double gewinnen, war es eine sehr gute Saison", sagte Robben. Nebenbei will er seinem langjährigen Coach Jupp Heynckes ein perfektes Ende seiner Laufbahn bescheren. Denn einen Abschluss wie gegen Stuttgart, das machte Robben ziemlich deutlich, "hat unser Trainer nicht verdient".

 

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