Flüchtlinge Tim Fischer vermisst manchmal die Menschlichkeit

Tim Fischer macht die Meinung mancher Freunde fassungslos. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/dpa

Der Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer spürt einen großen Graben zwischen sich und seinen Freunden, wenn diese kritisch über Flüchtlinge reden. Im Musical "Cabaret" geht es auch um Ausgrenzungen.

 

Hamburg - Chansonnier und Schauspieler Tim Fischer (46) hat wenig Verständnis dafür, wenn Freunde sich kritisch über Flüchtlinge äußern.

"Das transportiert dann oft so eine Unmenschlichkeit, dass ich denke: Mensch, wir kennen uns doch so gut und ich dachte, wir wären voll auf einer Wellenlänge. Und nun hackst du auf Flüchtlingen rum? Was wird dir denn konkret weggenommen, dadurch dass anderen vielleicht geholfen wird?", sagte Fischer, der derzeit in der Serie "Babylon Berlin" sowie im Kinofilm "Lindenberg! Mach dein Ding" zu sehen ist, der Deutschen Presse-Agentur. Da spüre man dann auf einmal einen großen Graben zwischen sich.

Von Samstag an ist der Wahl-Berliner als Conférencier im Musical "Cabaret" im Hamburger Hansa-Theater zu sehen. Das Stück, das in den Jahren 1929/30 spielt, sei zwar eine Unterhaltungsshow, rege die Menschen aber auch zum Nachdenken an, sagte Fischer. "Es geht um Ausgrenzungen, die es einem eiskalt den Rücken runterlaufen lassen. Das sind Momente im Stück, die auch in der Gegenwart andocken."

  • Bewertung
    2