Flüchtlinge in München OB Reiter fordert "uneingeschränkte Solidarität aller Bundesländer"

„Ich kümmere mich hier vor Ort, weil es meine Stadt ist, mein Hauptbahnhof, und weil es hier um Menschen geht“: OB Dieter Reiter. Foto: dpa

Der Flüchtlingsansturm auf München scheint nicht abzureißen: Alleine am Sonntag rechnen die Behörden mit über 5200 Menschen, die am Hauptbahnhof ankommen sollen. OB Reiter fordert "uneingeschränkte Solidarität aller Bundesländer".

 

München - Die Regierung von Oberbayern rechnet alleine am Sonntag mit mehr als 5200 Flüchtlingen. 1220 davon seien bereits bis sieben Uhr am Sonntagmorgen angekommen, teilte Regierungsvizepräsidentin Maria Els mit. Die Regierung sei bemüht, einen Teil der Flüchtlinge gar nicht erst in München ankommen zu lassen, sondern direkt in andere Bundesländer weiterzuleiten. Seit Samstag seien so 3300 Flüchtlinge direkt weitergereist, unter anderem in zwei Zügen mit insgesamt 1500 Menschen nach Dortmund.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter forderte die "uneingeschränkte Solidarität aller Bundesländer" ein. Er distanzierte sich zudem von Aussagen aus der CSU, die Entscheidung, Flüchtlinge aufzunehmen, sei falsch gewesen. "Humanitäre Hilfe geht vor politisches Kalkül", sagte Reiter.

Die Münchner Polizei hat 60 zusätzliche Beamte aus dem Wochenende zurückgeholt, um die Flüchtlingsunterkünfte, unter anderem zwei Hallen der Münchner Messe, besonders zu schützen. Es lägen aber keine Erkenntnisse auf geplante Anschläge vor, sagte Polizeivizepräsident Werner Feiler.

 

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