Flächen außerhalb von München Vier Standorte im Blick: Die Wogeno zieht ins Umland

Bisher baut die Wogeno urban – wie mit diesem Dachgarten am Domagpark. Foto: deutscherbauherrenpreis.de

Auch die kleine, junge Genossenschaft hat Probleme, in München Flächen zu finden. Und bietet nun Flächen fern der Stadt an.

 

München - In München wird es immer schwerer, Bauland zu finden. Ein Grund, warum sich die Situation am Wohnungsmarkt immer mehr zuspitzt – und ein Grund, warum der Blick der Münchner immer mehr ins Umland geht.

Auch dort haben die Gemeinden aber kaum noch Kapazität, wollen den Neubau einbremsen. Ausgerechnet die bekannteste der jungen Münchner Genossenschaften hat nun aber mehrere Flächen weit draußen vor der Stadt in Aussicht.

"Die Wogeno hat zunehmend die Möglichkeit, Wohnprojekte auch außerhalb der Stadtgrenze zu verwirklichen", hieß es dieser Tage in einer Mail an die Genossen.

Vier Standorte hat die Wogeno demnach konkret im Blick, zwei sind bereits in der Projektentwicklung. Sowohl im Kloster Schlehdorf 60 Kilometer südlich von München sollen Genossenschaftswohnungen entstehen, als auch in Wörthsee im Landkreis Starnberg, wo laut Wogeno etwa 60 Wohnungen geplant sind.

Neue Standorte in Bad Aibling/Mietraching und Moosburg an der Isar

Ganz neu sind zwei Standorte 50 Kilometer entfernt von der Stadtgrenze. In Bad Aibling/Mietraching hat die Wogeno nach eigenen Angaben die Möglichkeit, 50 Wohnungen auf dem so genannten B&O-Parkgelände zu errichten. "Das Gelände wird seit circa 15 Jahren zu einem lebendigen und nachhaltigen Quartier entwickelt", schreibt die Wogeno. "Dort sind neben Wohnungen bereits Schulen, Kindergärten, Firmen angesiedelt." Münchner müssen sich also nicht vor einer Einöde fürchten. "Direkt vor der Haustür" sei "soziale und gewerbliche Infrastruktur" zu finden. Die Wogeno plant dort Holzhäuser.

Das zweite Projekt ist für Moosburg an der Isar angedacht. Das dortige Grundstück ist drei Kilometer vom "Stadt"-Zentrum entfernt und könnte Platz für 40 Wohnungen bieten. "Der Grundstückseigentümer möchte, dass dort ein ökologisches, nachhaltiges, gemeinschaftsorientiertes Wohnprojekt entsteht", schreibt die Wogeno.

Die hat bislang vor allem urban in Münchner Stadtvierteln gebaut. Entsprechend dürften viele Genossen Mitglied geworden sein, weil sie auf eine günstige Stadtwohnung spekulieren. Die Genossenschaft will nun ausloten, wer auch Interesse am Landleben haben könnte – und die Projekte dann gemeinsam mit den Mitgliedern entwickeln.

 

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