Eishockey-Finale Kanada und Finnland kämpfen um WM-Gold

Russlands Yevgeni Dadonov (vorne) verliert im Duell mit dem Finnen Tommi Kivisto (Mitte) das Gleichgewicht. Foto: dpa

Titelverteidiger Kanada und Finnland bestreiten das Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft in Russland. Das Team der Gasteber musste seinen Finaltraum nach dem 1:3 gegen die Finnen begraben.

 

Moskau - Finnland hat bei der Eishockey-WM als erstes Team das Finale erreicht und sich wieder einmal als großer Partyschreck für Gastgeber Russland entpuppt.

Die Finnen besiegten den russischen Rekordweltmeister im Halbfinale in Moskau mit 3:1 (0:1, 3:0, 0:0) und treffen im Endspiel um Gold am Sonntag auf den Sieger des zweiten Vorschlussrunden-Duells zwischen Titelverteidiger Kanada und Außenseiter USA.

Der Verlierer spielt zuvor gegen Russland um Platz drei. Während Finnland um Ausnahmetalent Patrik Laine weiter vom dritten WM-Titel nach 1995 und 2011 träumen darf, ist Russland bereits eine Runde nach dem Viertelfinalsieg gegen die deutsche Nationalmannschaft mit seiner Gold-Mission gescheitert.

Schon beim heimischen Olympiaturnier vor zwei Jahren in Sotschi (Viertelfinale) und bei der letzten Heim-WM 2007 (Halbfinale) hatte das Team Suomi den Traum der Sbornaja von Gold im eigenen Land zerstört.

Dabei lief es für die "rote Maschine" anfangs wie geschmiert: Bereits in der 3. Minute brachte Sergej Schirokow die Hausherren vor 12.000 Fans im Moskauer Eispalast in Führung. Im zweiten Drittel drehten jedoch die als einzige Turniermannschaft noch ungeschlagenen Finnen auf und brachten Russland durch Treffer von Sebastian Aho (26. und 39.) und Jussi Jokinen (36.) unter Zugzwang.

Die Schlussoffensive des 27-maligen Weltmeisters im letzten Drittel enttäuschte jedoch. Die defensiv starken Finnen um den überragenden Torhüter Mikko Koskinen hatten kaum Probleme, die Führung über die Zeit zu bringen. Drei Minuten vor der Schlusssirene musste der russische Stürmer Iwan Telegin verletzt vom Eis getragen werden.

Kanadier schlagen die US-Boys

Titelverteidiger Kanada setzte sich am Samstagabend in Moskau im hart umkämpften Prestigeduell gegen die USA mit 4:3 (2:0,1:3,1:0) durch. Am Sonntag im Endspiel trifft der 25-malige Titelträger auf Finnland (19.45 Uhr/Sport1).

Beide Nationen waren die einzigen Teams, die in der Vorrunde in der Gruppe B vor Deutschland gelegen hatten. Das Team von Bundestrainer Marco Sturm hatte am Donnerstag das Viertelfinale gegen Russland 1:4 verloren.

Die Kanadier erwischten gegen die USA einen starken Start und führten durch Treffer von Brendan Gallagher (9.) und Brad Marchand (19.) nach dem ersten Drittel mit 2:0.

Doch die Amerikaner, die in der Runde zuvor überraschend Tschechien ausgeschaltet hatten, steckten nicht auf und erkämpften sich durch Treffer von Jungstar Auston Matthews (22.), David Warsofsky (24.) und Tyler Motte (29.) eine 3:2-Führung.

Derrick Brassard (36.) und Ryan Ellis (42.) drehten die Partie aber noch zugunsten des Favoriten.

 

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