Feuerwehreinsatz am Mittwochabend 15 Verletzte nach Brand in Fürstenrieder Hochhaus

, aktualisiert am 15.11.2018 - 14:10 Uhr
Am Mittwochabend brannte es im Keller eines zwölfstöckigen Hauses in der Immenstadter Straße. Foto: Feuerwehr München

Am späten Mittwochabend hat es in einem Haus in Fürstenried gebrannt. 15 Personen wurden verletzt, die Brandursache ist noch unklar, es war aber wohl Brandstiftung.

 

München - Insgesamt 70 Männer, Frauen und Kinder wohnen in dem Hochhaus in der Immenstadter Straße 4. Am Mittwochabend gegen 23 Uhr liegen die meisten von ihnen bereits in ihrem Bett und schlafen. Da bricht im Keller des neungeschossigen Hauses ein Feuer aus. Innerhalb kurzer Zeit verbreitet sich der giftige Rauch im ganzen Haus. 85 Feuerwehrmänner rücken aus, löschen und bringen die Bewohner in Sicherheit. 15 Menschen werden verletzt, vier von ihnen müssen ins Krankenhaus gebracht werden.

Als die ersten Löschfahrzeuge in der Immenstadter Straße ankommen, sehen die Einsatzkräfte schon, wie dichter Rauch aus den Fenstern des Treppenhauses quillt. Durch die Thermik zieht der Rauch nach oben. Menschen stehen ängstlich auf ihrem Balkon oder stehen winkend am Fenster. In einer aufwendigen Rettungsaktion bringen die Retter die Bewohner einen nach dem anderen in Sicherheit.

Gegen 23 Uhr waren gleich mehrere Notrufe bei der Leitstelle eingegangen. Die ersten Einsatzkräfte fordern sofort Verstärkung an. Ein Feuerwehrsprecher: "Da das Gebäude im gesamten Treppenraum und auch von außen stark verraucht war, wurden mehrere Wohnungen teils gewaltsam geöffnet und auf vermisste Personen durchsucht." Die Retter setzen Bewohnern sogenannte Fluchthauben auf, damit sie durch das verrauchte Treppenhaus ins Freie geleitet werden – und dabei atmen – können. Andere werden aus den Fenstern ihrer Wohnungen oder vom Balkon über Leitern gerettet.

15 Bewohner verletzt - es war wohl Brandstiftung

15 Bewohner werden durch das Einatmen des giftigen Rauchs verletzt. Sechs müssen die Nacht im Krankenhaus verbringen. Neun werden ambulant vor Ort ärztlich versorgt. Die vorübergehend obdachlos gewordenen Menschen finden vorübergehend in einem Großraumrettungswagen der Feuerwehr Zuflucht und ein warmes Plätzchen, um das Ende der Löscharbeiten abzuwarten.

Rund vier Stunden später können die meisten zurück in ihre Wohnungen – und wieder ins Bett. Einige Wohnungen sind allerdings so verrußt, dass die Bewohner vorübergehend zu Verwandten ziehen müssen. Polizei und Feuerwehr schätzen den Schaden auf 200.000 Euro. Die Brandfahnder der Polizei schließen einen technischen Defekt als Brandursache aus. Das heißt: Es war wohl Brandstiftung – ob mutwillig oder fahrlässig, war gestern noch unklar.

 

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