Festnahme in der Kirche St. Paul in München: Mann löst Panik bei Ostermesse aus

Einsatzkräfte stehen am Samstagabend vor der Kirche St. Paul an der Theresienwiese. Foto: Thomas Gaulke

Ein  Mann hat in der St.-Pauls-Pfarrkirche in München Panik bei einem Oster-Gottesdienst ausgelöst. Der Mann konnte festgenommen werden, neun Personen wurden verletzt. 

 

München - Bei einer Ostermesse in der St.-Pauls-Kirche ist am Samstagabend zu einem Zwischenfall gekommen. Ein 36-Jähriger aus Somalia hatte eine Panik ausgelöst, als er das Gotteshaus während der Ostervesper der kroatisch-katholischen Gemeinde München betat. 

Panik in der St.-Pauls-Kirche

"Er betrat die Kirche durch den Haupteingang, während er gestikulierend und lärmend nicht verständliche Worte rief. Zudem soll er mehrere Steine im Kirchenraum geworfen haben", teilte die Polizei mit. Ob der Mann "Allahu Akbar" gerufen habe, sei aktuell noch Gegenstand der Ermittlungen.

Weil einige Kirchenbesucher daraufhin fluchtartig die Kirche verlassen wollten kam es zur Panik. Dabei seien neun Personen leicht verletzt worden. Vier von ihnen kamen in Münchner Krankenhäuser. Laut Polizei sollen sich etwa 1000 Menschen in der Kirche befunden haben.

Der Mann, bei dem laut Polizei keine pyrotechnischen Gegenstände gefunden wurden, sei zunächst durch Kirchenpersonal gestellt und festgehalten und schließlich durch Beamte festgenommen worden. Gegen ihn wurde inzwischen Haftbefehl, unter anderem wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und versuchter gefährlicher Körperverletzung, erlassen. Die Annahme, der Mann sei "geistig verwirrt" gewesen, bestätigte sich laut Polizei zunächst nicht. 

Wegen des Einsatzes war der Bavariaring für knapp zwei Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt.

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