FCBB-Neuzugang Radosevic: Erst WM-Titel, dann Bayern

Kommt aus Bamberg nach München: Leon Radosevic. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Der Neuzugang des FC Bayern Basketball fiebert mit der kroatischen Nationalmannschaft beim Halbfinale der Fußball-WM mit. Bei seiner Vorstellung erklärt er, warum er Bamberg unbedingt verlassen wollte: "Die Mannschaft fällt gerade auseinander."

München - Für Leon Radosevic, den Neuzugang der Bayern-Basketballer, zählt jetzt nur eins: Fußball! Wie der Deutsch-Kroate gestern bei seiner Vorstellung in München erzählte, will er am Mittwochabend mit Freunden nach Stuttgart fahren, um das WM-Halbfinale seines Heimatlandes gegen England (20 Uhr) anzuschauen.

"Dort gibt es eine Balkan-Straße, wo 20.000 Menschen hinkommen werden", sagte er und hofft freilich, dass Kroatien nun auch der ganz große Triumph gelingen wird. Erfolge feiern will Radosevic, der als Kind selbst noch von einer Fußballerkarriere träumte, ab sofort auch mit den Bayern-Basketballern.

Dafür machte er von einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag bei Bamberg Gebrauch und soll sogar die Hälfte der kolportierten Ablösesumme von 150.000 Euro selbst getragen haben. Bamberg, der von Bayern nun entthronte Dauerchampion, will in den kommenden fünf Jahren in der international zweitklassigen Champions League spielen.

"Das war ein Grund für mich, zu gehen", sagte Radosevic: "Als ich das gehört habe, konnte ich es zuerst gar nicht glauben." Auf AZ-Nachfrage sagte er über Bayerns großen Rivalen der vergangenen Jahre: "Die Mannschaft, die ich kenne, fällt gerade auseinander."

Klubboss Michael Stoschek sei ziemlich "pissed off", also angefressen, gewesen und hat, wie Radosevic es formuliert "ein paar harte Worte an uns Spieler gerichtet". Das und die Entwicklung in Bamberg missfiel dem Center. "Ich wollte nicht in einer sportlichen Umgebung bleiben, die nicht mehr auf Erfolg ausgerichtet ist", sagte der 27-Jährige: "Sie wollen einen Schritt zurückgehen und nicht nach vorne."

Bei seinem neuen Klub ist er sich des Gegenteils gewiss: "Bayern hat große Pläne für die Zukunft und will sich genau wie ich mit den Besten messen."

Euroleague: Bayern-Start mit zwei Heimspielen 

Der FC Bayern startet mit zwei Heimspielen in die Basketball-Euroleague. Der deutsche Meister aus München trifft in der Königsklasse am 12. Oktober auf den 13-maligen türkischen Meister Anadolu Istanbul. Vier Tage später empfängt die Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic den griechischen Meister Panathinaikos Athen.

Kurz darauf am 18. Oktober bestreiten die Bayern ihre erste Auswärtspartie beim FC Barcelona, der vom früheren Münchner Trainer Svetislav Pesic betreut wird. Dies teilte der FC Bayern am Dienstag mit.

Die weiteren Gegner des deutschen Doublesiegers sind Real Madrid, ZSKA Moskau, Maccabi Tel Aviv, Olimpia Mailand, Chimki Moskau, Fenerbahce Istanbul, Zalgiris Kaunas, Olympiakos Piräus, Baskonia Vítoria aus Spanien, Darussafaka Istanbul, Gran Canaria und Buducnost Podgorica aus Montenegro.

Die 16 Teams treffen in Hin- und Rückspiel aufeinander. Die besten acht Mannschaften erreichen die K.o.-Runde.

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