FC Bayern und Weltfußballer-Wahl FIFA: Lewandowski und Neuer nominiert

Ein Tänzchen in Ehren? Die Bayern-Stars Manuel Neuer (links) und Robert Lewandowski. Foto: Imago

Am 9. Januar 2017 werden in Zürich unter anderem die Weltfußballer und Welttrainer des Jahres gekürt. Am Freitag gab die FIFA die Nominierten bekannt. Der FC Bayern ist bestens repräsentiert bei "The Best FIFA Football Awards".

 

München/Zürich - Die Weltmeister Toni Kroos (Real Madrid), Manuel Neuer (FC Bayern) und Mesut Özil (FC Arsenal) gehören bei der reformierten Wahl des Weltverbandes FIFA zum Weltfußballer des Jahres zum Kreis der Kandidaten. Die deutschen Nationalspieler und 20 weitere Stars sind für die neugeschaffenen Auszeichnung "The Best" nominiert.

Gleich fünf aktuelle sowie ein ehemaliger Bayer zählen zu den Kandidaten für "The Best FIFA Football Awards", bei denen unter anderem die Weltfußballer und Welttrainer des Jahres gekürt werden.

Am Freitag veröffentlichte der Fußball-Weltverband FIFA die 23-köpfige Liste mit den Nominierten für die Wahl zum Weltfußballer 2016, darunter Welttorhüter Manuel Neuer und Robert Lewandowski.

Angeführt wird die Kandidatenliste vom Titelverteidiger und fünfmaligen Gewinner Lionel Messi sowie Cristiano Ronaldo, der auch schon dreimal als Weltfußballer ausgezeichnet worden ist. Bereits in den Tagen zuvor waren die Nominierungen für weitere Preise bekannt gegeben worden.

Auch hier finden sich zahlreiche (Ex-)Bayern: Pep Guardiola, bis Ende der vergangenen Saison in München tätig, ist einer der Welttrainer-Kandidaten, Thomas Wörle steht auf der Liste für die Wahl zum Frauen-Welttrainer. Melanie Behringer und Sara Däbritz zählen zu den Nominierten für die Wahl zur Weltfußballerin.

Die FIFA organisiert die offizielle Wahl erstmals seit 2008 wieder in alleiniger Regie. Von 2009 bis 2015 hatte die FIFA den Weltfußballer in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift France Football mit dem Ballon d'Or (Goldener Ball) geehrt. Nach Ablauf des Vertrages mit dem französischen Fachmagazin hatte die FIFA Mitte September bekannt gegeben, den offiziellen Weltfußballer nach einem neuen Wahl-System künftig wieder alleine zu küren.

Neben den Spielführern der Nationalmannschaften, den Nationaltrainern und 200 ausgewählten Journalisten dürfen nun auch die Fans abstimmen. Die Stimmen der Kapitäne und Trainer zählen genauso zu 50 Prozent wie das Auszählungsergebnis bei Medienvertretern und Anhängern.

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Vom 4. bis 22. November wird abgestimmt, jede der vier Wählergruppen wird mit einem Viertel gewichtet. Am 2. Dezember wird die FIFA in jeder Kategorie die drei Nominierten mit den meisten Stimmen bekannt geben. Die Gewinner werden schließlich am 9. Januar 2017 bei einer Show in Zürich geehrt.

Die Favoriten sind dieselben wie in den Jahren zuvor: Seit 2008 haben Lionel Messi (FC Barcelona) und Cristiano Ronaldo (Real Madrid) den Titel jeweils unter sich ausgemacht. Während der Portugiese Ronaldo bei der Wahl zum Weltfußballer dreimal erfolgreich war, durfte der Argentinier Messi die Trophäe im Vorjahr sogar schon zum fünften Mal entgegennehmen. Ronaldo dürfte in diesem Jahr nach dem Gewinn des EM-Titels mit Portugals Nationalmannschaft und dem neuerlichen Triumph in der Champions League gegenüber seinem Dauerkonkurrenten im Vorteil sein.

Die Nominierungen im Überblick

FIFA-Weltfußballer: Robert Lewandowski, Manuel Neuer (beide FC Bayern), Sergio Agüero (Manchester City), Gareth Bale (Real Madrid), Gianluigi Buffon (Juventus Turin), Cristiano Ronaldo (Real Madrid), Kevin De Bruyne (Manchester City), Antoine Griezmann (Atlético Madrid), Zlatan Ibrahimović (Paris Saint-Germain/Manchester United), Andrés Iniesta (FC Barcelona), N’Golo Kanté (Leicester City/Chelsea), Toni Kroos (Real Madrid), Riyad Mahrez (Leicester City), Lionel Messi (FC Barcelona), Luka Modrić (Real Madrid), Neymar (FC Barcelona), Mesut Özil (FC Arsenal), Dimitri Payet (West Ham United), Paul Pogba (Juventus/Manchester United), Sergio Ramos (Real Madrid), Alexis Sánchez (FC Arsenal), Luis Suárez (FC Barcelona), Jamie Vardy (Leicester City)

FIFA-Welttrainer: Pep Guardiola (FC Bayern/Manchester City), Chris Coleman (Wales), Didier Deschamps (Frankreich), Jürgen Klopp (FC Liverpool), Luis Enrique (FC Barcelona), Mauricio Pochettino (Tottenham Hotspur), Claudio Ranieri (Leicester City), Fernando Santos (Portugal), Diego Simeone (Atlético Madrid), Zinédine Zidane (Real Madrid)

FIFA-Weltfußballerin: Melanie Behringer, Sara Däbritz (beide FC Bayern), Camille Abily (Olympique Lyon), Amandine Henry (Portland Thorns), Saki Kumagai (Olympique Lyon), Carli Lloyd (Houston Dash), Dzsenifer Marozsan (1. FFC Frankfurt/Olympique Lyon), Marta (FC Rosengård), Lotta Schelin (Olympique Lyon/FC Rosengård), Christine Sinclair (Portland Thorns)

FIFA-Welttrainer Frauen: Thomas Wörle (FC Bayern), Silvia Neid (Deutschland), Philippe Bergeroo (Frankreich), Jill Ellis (USA), John Herdman (Kanada), Vera Pauw (Südafrika), Gérard Prêcheur (Olympique Lyon), Pia Sundhage (Schweden), Oswaldo Vadão (Brasilien), Martina Voss-Tecklenburg (Schweiz)

 

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