FC Bayern Robben und Rooney: Wer wird fit?

Viel zu selten konnte Mario Gomez letztes Jahr, so wie hier gegen Wayne Rooney, überzeugen beim FC Bayern. Foto: dpa

MÜNCHEN/MANCHESTER - Der Wettlauf mit der Zeit: Während die Bayern für das Rückspiel der Champions League bei Manchester United am Mittwoch mit ihrem Star offen planen, macht ManU aus der Top-Personalie eine Operation „top secret“

 

MÜNCHEN/MANCHESTER Arjen Robben und Wayne Rooney sind die Superstars ihrer Teams. Nun haben sie einen gemeinsamen Feind: die Zeit.

Es ist ein Hindernis-Rennen vor dem Gigantenduell in Old Trafford: Schaffen es die beiden Superstars noch, rechtzeitig zum Viertelfinal-Duell zwischen Manchester United und dem FC Bayern am Mittwoch (20.45 Uhr, Sat.1 und sky live) fit zu werden?

Die Nachrichtenlage am Ostermontag: Während die Bayern ganz offen mit dem Fall Robben und seiner Wadenzerrung umgehen, macht ManU eine Operation „top secret“ aus der Personalie Rooney, der sich während der Nachspielzeit des Hinspiels in München (2:1) eine Knöchelverletzung zugezogen hatte.

Der Robben-Countdown:

Schon am Ostersonntag war der Holländer an der Säbener Straße, absolvierte einen Belastungstest und lief ein paar Runden. Dazu wurde der 26-Jährige von mehreren Physiotherapeuten behandelt. Am Montag der nächste Fortschritt: Robben trainierte unter Aufsicht von Assistenztrainer Hermann Gerland mit dem Ball und meinte hinterher: „Es sieht sehr gut aus.“

Louis van Gaal hatte seinen Rechtsaußen im Hinspiel und am Samstag bei Schalke (2:1) geschont, immer mit dem Ziel im Hinterkopf, Robben im Stadion Old Trafford einsetzen zu können. „Er versucht alles, um am Mittwoch dabei zu sein“, sagte van Gaal. Der Plan: Da ManU den Rückstand aufholen muss, dürfte sich den Bayern mehr Raum für Konter bieten, über die Außen – links über Ribéry und rechts eben über Robben. Bayern hofft, dass Robben beginnt. Für ihn müsste Hamit Altintop auf die Bank. Entscheidung allerspätestens bei einem letzten Test in der Aufwärmphase.

Das Rooney-Versteckspiel:

Der Stürmer hatte sich in den letzten Tagen im Schwimmbecken und auf dem Hometrainer von seiner Bänderblessur erholt, sah sich das Premier-League-Topspiel gegen Chelsea (1:2) in Old Trafford in einer Loge an. Zwischendrin ließ er sich ein Bier in einem Pintglas bringen. Doch Rooney, ständig von TV-Kameras eingefangen, schüttete erst das Bier in ein kleines Glas um und verzichtete dann ganz. Sähe ja auch doof aus, am Samstag in der Mittagszeit. Noch dazu mit dem rechten Fuß in einem Schutzschuh.

Zunächst hieß es ja, Rooney falle zwei bis drei Wochen aus – alles nur ein Bluff. Wird Rooney zum Miracle Man? Eher nicht. Die Zeit ist zu knapp. Laut britischen Presseberichten vom Ostermontag schätzt die medizinische Abteilung von ManU die Einsatzchancen des 24-Jährigen derzeit auf 40 Prozent. Doch sein Stellvertreter Dimitar Berbatov, einst bei Leverkusen aktiv, enttäuschte auf ganzer Linie. Weitere Alternativen hat Trainer Sir Alex Ferguson nicht. Chelsea-Coach Ancelotti meinte: „Ohne Rooney sind sie nicht die gleiche Mannschaft.“

Angeblich soll Rooney, der nahezu rund um die Uhr behandelt wird, bereit sein, sich zur Verfügung zu stellen. Notfalls als Joker, um die Bayern zu beeindrucken. Ehrensache für den Sohn eines Preisboxers.

Patrick Strasser

Wayne Rooney beim Spiel ManU gegen Chelsea

 

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