FC Bayern München Vor Donezk: Guardiola gewährt freien Sonntag

Vor dem wichtigen Champions League Spiel gegen Donezk gönnt Pep seinen Spielern einen freien Tag. Foto: AZ-Kombo | dpa

Sonntagsruhe zur Belohnung: Zwischen dem 3:1-Pflichtsieg bei Hannover 96 und der Champions-League-Aufgabe gegen Schachtjor Donezk gewährte Pep Guardiola seinen Stars einen freien Tag mit der Familie.

 

Hannover - Einen Pflichtsieg eingefahren und den letzten Titelrivalen weiter distanziert- da wollte sich auch Pep Guardiola nicht lumpen lassen. "Es ist ein schönes Wochenende und deshalb ist am Sonntag Pause", sagte Bayern Münchens Coach fast fröhlich. Eine kleine Auszeit für seine großen Stars, bevor es am Mittwoch gegen Schachtjor Donezk in der Champions League um die Qualifikation für das Viertelfinale geht.

Der 3:1 (1:1)-Arbeitssieg bei Hannover 96 war für den Spanier, aber auch für Weltmeister Thomas Müller kaum noch der Rede wert. Viel mehr freute man sich beim deutschen Rekordmeister über den 0:1-Ausrutscher des VfL Wolfsburg beim FC Augsburg. Bei elf Punkten Vorsprung und nur noch zehn Ligapartien ist man der erfolgreichen Titelverteidigung nunmehr näher denn je.

"Für uns ist dieser Spieltag richtig gut gelaufen. Wolfsburg hat lange mitgehalten, jetzt wird es schwer für sie", sagte Müller, dessen beide besten Aktionen die einseitige Begegnung entschieden. In der 61. Minute verwandelte der 25-Jährige einen allerdings umstrittenen Foulelfmeter eiskalt, elf Minuten später sorgte er für den Endstand.

Erste Blicke richteten sich bei Müller schon auf die Königsklasse, wo nach dem 0:0 im Hinspiel gegen die Ukrainer ein Sieg Pflicht ist: "Alles hängt von uns ab. Wenn wir etwas zielstrebiger spielen und unsere Pässe noch etwas genauer werden, dann werden wir weiterkommen." Für Guardiola ist dieses Match bereits ein "echtes Endspiel".

Dass die achte Partie ohne Sieg in Serie nicht zum Endspiel bei den Roten für Trainer Tayfun Korkut wurde, hatte der in die Kritik geratene Übungsleiter dem couragierten Gesamtauftritt seiner Schützlinge zu verdanken. Die Niedersachsen gingen sogar durch Hiroshi Kiyotake in der 25. Minute in Führung, mussten allerdings nur 180 Sekunden später durch einen Freistoß von Xabi Alonso den schnellen Ausgleich hinnehmen.

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"Wir haben nicht viel falsch gemacht, waren taktisch sehr diszipliniert und sind nicht auseinandergebrochen. Das alles müssen wir in die kommenden Wochen mitnehmen", sagte der 40-Jährige betont optimistisch.

Zusätzliches Glück für den Türken: Zumindest am Samstag konnte auch kein anderer Abstiegskandidat einen Dreier einfahren. Glückwünsche allerdings wollte er für das Resultat gegen den Titelverteidiger auch nicht annehmen: "Schönrederei bringt uns nicht weiter. Wenn man verliert, hat man verloren."

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Eine realistische Einschätzung des aktuellen Szenarios bei den Norddeutschen, ganz auf der Linie von Präsident Martin Kind. "Tayfun Korkut wird diese Herausforderung annehmen und es mit der Mannschaft schaffen. Ich habe da volles Vertrauen", erklärte der mächtige Klub-Boss bei Sky.

Nur 96-Manager Dirk Dufner hatte als Sündenbock Schiedsrichter Tobias Welz aus Wiesbaden ausgemacht, der vor dem Strafstoß von Müller und vor dem Freistoß von Alonso gegen "96" entschieden hatte. "Das hat uns um die Früchte unserer Arbeit gebracht", wetterte der Sportdirektor.

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