FC Bayern München Pep Guardiolas Helfer: Was sie beim FC Bayern machen

Bayerns Vierekette auf der Bank: Sportvorstand Matthias Sammer, die Co-Trainer Hermann Gerland und Doménec Torrent, dazu Chefcoach Pep Guardiola. Foto: firo/AK Foto: firo/AK

Der FC Bayern schuftet in Doha für den Beginn der Rückrunde. „Wir sind zum Erfolg verdammt“, sagt Sportvorstand Sammer. Warum Gerland Peps Antenne ist.

 

Doha - Selbst in Doha sind sie. Gemeint sind die Treusten der Treuen, die Allesfahrer des FC Bayern. Und diese treuen Fans kennen nur ein Idol: den Tiger. „Heeeeermann Gerland, Du bist der beste Mann – du weißt es“, schmetterten ein paar Versprengte im Al-Sadd-Stadion Pep Guardiolas Co-Trainer entgegen. Der winkte freundlich.

Auch Peps Trainerstab ist toptoptop, wie der Coach sagen würde. Mit dem Tiger als Sympathieträger an der Spitze. Zwei Co-Trainer, ein Torwarttrainer, drei Fitnesscoaches, drei Physios und einen Arzt haben die Bayern in Doha dabei. „Natürlich sind wir zum Erfolg verdammt. Aber nicht, weil es irgendwer draußen will, sondern weil wir es wollen“, sagt Sportvorstand Matthias Sammer.

Die AZ hat Peps Trainerstab in Katar beobachtet.

Hermann Gerland: Co-Trainer. Wenn Pep bei Trainingsspielen zwischen seinen Profis rumturnt, ist er Linienrichter, hat immer Stoppuhr und Trillerpfeife in der Hand, in Doha oft sogar Birkenstockschuhe am Fuß (kombiniert mit weißen Socken). Für Pep ein Bundesliga-Lexikon. Der Hobby-Pferdezüchter führt viele Gespräche, neckt und wird zurückgefoppt. „Hey Julian. War gut heute, war guuut!“, raunte er neulich Youngster Green zu. Gerland ist Peps Antenne.

Doménec Torrent: Der klassische Co. Bei Übungsformen mit Torabschluss spielt Torrent Bälle zu, baut Hindernisparcours mit auf, hat sonst eher wenig Kontakt zu den Spielern. Der etwas rundliche Katalane mag’s gerne ruhig, steht auf Jazz. Der 51-Jährige ist Peps stiller Zuarbeiter. Er ist Peps Rückversicherung, seine zweite Meinung auf zwei Beinen. Pep blickt oft zu ihm – ein Nicken reicht dann schon.

Lorenzo Buenaventura: Energetischer Fitness- und Reha-Trainer. Mehr als ein Hütchenaufsteller. Er gibt bei allen Trainingselementen den Ton an, die ohne Ball ablaufen. Turnt Dehn- und Stabilisationsübungen selbst vor, ist supersuperfit. Zum Fitnessteam gehören auch Andreas Kornmayer, der Buenaventura zuarbeitet – Spitzname „Corny“, Müslityp, flachst oft mit den Spielern. Und Thomas Wilhelmi, Rehatrainer, der Spielern hilft, die von einer Verletzung zurückkommen. Aktuell geht er mit Robben durch dick und dünn.

Carles Planchart: Video-Analyst, Peps Spürhund. Steht oft mit hinter dem Rücken verschränkten Armen am Platz. Zeichnet Training und Spiele auf, analysiert Auswärtspartien meist schon auf dem Rückflug mit Pep auf dem Laptop.

Manel Estiarte: Peps Schatten. Pep und Manel gibt’s nur im Doppelpack. Bei Pressekonferenzen steht er meist im Hintergrund, scheut die Öffentlichkeit. Sportlich belanglos, taucht im Organigramm der Bayern gar nicht offiziell auf. Ist aber ein Bayern-Angestellter, Spaniens bester Wasserballer aller Zeiten ist seit über zwei Jahrzehnten Peps engster Vertrauter, schon ihre Väter kannten sich. Pep nennt Manel „meinen Schutzengel“, weil er vor zehn Jahren in Italien für ihn da war, als Pep, mit Dopinganschuldigungen konfrontiert, durch die schwierigste Phase seines Lebens ging.

 

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