FC Bayern Julia Simic: Vom Playboy übers A-Team in die Klinik

Tränen des Schmerzes: Julia Simic vom FC Bayern verletzt sich beim Training mit dem Nationalteam schwer. Foto: dpa/getty

Kreuzbandriss! Gerade für die Nationalelf nominiert, fällt Simic nun ein halbes Jahr aus. Zuvor hatte sie noch von einem Einsatz im EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz geträumt.

 

Augsburg - Überraschend wurde sie für die Nationalelf nachnominiert, träumte von einem Einsatz am Samstag im EM-Qualifikationsspiel gegen die Schweiz. Doch beim ersten Training mit der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zerplatzte der Traum der Julia Simic.

Die hübsche 22-Jährige vom FC Bayern zog sich am Dienstag in Augsburg einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und fällt voraussichtlich für ein halbes Jahr aus.

Bei der Pressekonferenz der DFB-Frauen vor dem Training hatte sich Simic, die im Vorfeld der WM im Sommer mit Nacktfotos im „Playboy“ auf sich aufmerksam gemacht hatte, zurückhalten und schüchtern gegeben. Mit verschränkten Beinen saß sie da und versprach: „Auf dem Platz brauche ich nicht so zurückhaltend sein, da will ich einfach Vollgas geben.“

Die Nominierung war für die Münchnerin völlig unerwartet gekommen. Sie baute gerade zu Hause einen Schrank zusammen, als sie den entscheidenden Anruf von Bundestrainerin Silvia Neid erhielt. „Das hat mich natürlich gefreut, da der Kader ja eigentlich schon feststand“, sagte Simic. Ihre Freude war so groß, dass sie den Schrank daraufhin vernachlässigte: „Der wackelt jetzt.“

Simic war für Dzsenifer Marozsan ins Team gerückt, da die Frankfurterin wegen einer Meniskusverletzung absagen musste. Doch wenige Stunden traf es Julia Simic. Die schwere Knieverletzung wird sie Monate aus der Bahn werfen.

Vor der WM hatte sich Simic zusammen mit anderen Spielerinnen für den „Playboy“ ablichten lassen. Dass die pikanten Aufnahmen von anderen Spielerinnen und ihr zeitweise von ihren sportlichen Fähigkeiten abgelenkt hatten, störte sie nicht: „Ich fand die Idee gut und wollte eine andere Seite vom Frauenfußball zeigen.“

Simic wollte das Kapitel hinter sich lassen, um sich aufs Sportliche zu konzentrieren. Doch dann kam die niederschmetternde Diagnose. Am Mittwoch soll mit einer Kernspin-Untersuchung geklärt werden, ob neben der Kreuzbandverletzung weitere Schädigungen aufgetreten sind.

 

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