FC Bayern Basketball Sieg gegen Würzburg: Party ohne Pesic

Die Basketballer des FC Bayern (hier: Brandon Thomas) feiern mit dem Fanblock den Sieg gegen Würzburg. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die Basketballer des FC Bayern gewinnen auch gegen Würzburg – im Audi Dome wird die jüngste Erfolgsserie ausgelassen gefeiert. Der Trainer aber schimpft trotz Platz 2 über den lässigen Auftritt

 

MÜNCHEN Die Spieler ließen sich nicht lange bitten. Fünf Minuten nach Schluss-Sirene beim 80:75-Sieg gegen Würzburg hüpften die Basketballer des FC Bayern zu „Humba-Täterä” vor der Südkurve des heimischen Audi Domes. Der achte Heimsieg in Serie sowie der Einzug ins Pokal-Halbfinale animierte die Fans anschließend zu einem neuen Lied: „Wer ist Alba? Wer ist Bamberg? Wir holen den Pokal!”, sangen sie.


Schon vor dem Spiel hatte Hallensprecher Thomas Killian die mitgereisten Würzburger Fans in „Deutschlands Basketball-Hauptstadt” begrüßt und bei diesen Worten großen Beifall geerntet. Die Bayern eilen von Sieg zu Sieg, sind mittlerweile Zweiter in der Bundesliga, für das Pokal-Final-Four qualifiziert.


Alles paletti, oder? Mitnichten! Denn Bayern-Coach Svetislav Pesic, Architekt der jüngsten Erfolge, ist so gar nicht nach Jubeln zumute. Denn wie gegen Bayreuth und Frankfurt kam seine Mannschaft vor 6700 Zuschauern erst im letzten Viertel richtig in Fahrt, davor drohte lange eine Heimniederlage. „In der ersten Halbzeit hat Würzburg 46 Punkte gegen uns gemacht. In unserem Dome, in unserem Wohnzimmer! Wie kann das sein, frage ich mich”, wetterte er. „Ich glaube, dass wir den Gegner heute unterschätzt haben. Wir haben angefangen nach dem Motto: ’Das wird schon klappen. Wir sind der FC Bayern, wir kommen und gewinnen automatisch.’ Wenn wir nicht lernen, werden wir unser nächstes Spiel verlieren. Mit Zirkus-Basketball gewinnst du nichts. Ohne Verteidigung besteht man in keinem Basketball-Spiel, ohne Defense ist meine Mannschaft zero plus zero – null!”


38:46 stand es nach 20 Minuten, dass dieser Spielstand Pesic zum Brodeln brachte, ist logisch. „Er hat uns gesagt, dass das Beste an dieser Halbzeit ist, dass wir nicht mit 15 Punkten hinten liegen”, beschrieb Veteran Demond Green recht diplomatisch die Halbzeit-Ansprache.


Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos, Holger Badstuber und Oliver Bierhoff im Publikum waren jedenfalls mächtig froh, dass die Heim-Generalprobe vor dem Duell mit Meister Bamberg (3. März, 13.15 Uhr) nicht in die Hose ging. Pesic versuchte sich mit einem warnenden Ausblick: „Moral, Charakter, Teamspirit, das alles hat meine Mannschaft. Und wir haben genug Intelligenz, um zu verstehen, wie wir hier auftreten müssen.”

 

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