FC Bayern Basketball Fünf Bayern-Fragen zur Euroleague

Bereits vergangene Saison Bayerns (links: Vasilije Micic) Gegner in der Euroleague: Topklub Fenerbahce Istanbul. Foto: sampics/Augenklick

Mit dem Auswärtsspiel bei Fenerbahce Istanbul starten die Bayern-Basketballer in die Euroleague. Welche Ziele hat das Team und wie stark sind die Gegner? Die AZ beantwortet die wichtigsten Fragen

München - Zum Start in die europäische Königsklasse am Freitag hat der FC Bayern auswärts gleich mal einen Kracher vor der Brust: Fenerbahce Istanbul ist einer der finanzstärksten Klubs Europas und einer der Favoriten auf den Titel. Zum Start in die Euroleague (18.45 Uhr, telekombasketball.de) beantwortet die AZ die fünf wichtigsten Fragen zur Basketball-Königsklasse.

Welches Ziel setzen sich die Bayern? Ganz klar: Ein Aus in der Gruppenphase wie letztes Jahr soll es nicht wieder geben. Ziel ist Runde zwei, die der besten 16 Mannschaften. „Besser als letztes Jahr zu sein, ist immer unser Ziel“, sagte Kapitän Bryce Taylor, der gegen Istanbul sein Comeback nach muskulären Problemen geben soll, zur AZ. „Die Gruppe ist schwer, aber wir sind selbstbewusst und ehrgeizig“, so Taylor. Die ersten vier Mannschaften der Sechsergruppe schaffen es in die zweite Runde.

Wie schwer ist die Bayern-Gruppe? Das Los-Pech blieb den Bayern treu. Real Madrid, Fenerbahce Istanbul, Khimki Moskau, Roter Stern Belgrad und SIG Strasbourg – wie schon letztes Jahr haben die Bayern eine Todesgruppe erwischt. Die ersten drei Teams haben andere finanzielle Möglichkeiten als der FC Bayern. Ein Beispiel: Ex-Bayern-Aufbauspieler Tyrese Rice soll in Moskau angeblich vier Millionen Euro netto für seinen Dreijahresvertrag kassieren. Bayern muss also vor allem Belgrad und Straßburg hinter sich lassen. Schwer genug, warnt Taylor. Und Bayern-Guard Anton Gavel bekräftigt: „Straßburg ist keine einfache Mannschaft, Roter Stern zuhause, das ist ein Hexenkessel. Das ist wieder eine sehr schwierige Gruppe, wir gehören wieder nicht zu den Favoriten.“

Wer sind die Euroleague-Favoriten? Die üblichen Verdächtigen: Titelverteidiger Real Madrid und der spanische Rivale FC Barcelona, mit dem Svetislav Pesic 2003 die Euroleague erstmals gewann. Die zwei Großmächte aus Griechenland: Panathinaikos Athen, mit vier Titeln Euroleague-Rekordchampion, und Olympiakos Piräus, Titelträger von 2012 und 2013. Maccabi Tel Aviv ist mit drei Titeln (zuletzt 2014) der zweiterfolgreichste Verein der Euroleague-Geschichte und immer im Favoritenkreis, genau wie ZSKA Moskau. „Es sind acht, neun Top-Mannschaften, da ist es schwierig, einen Favoriten rauszupicken“, sagte Gavel zur AZ.

Wie nah ist Bayern an Europas Elite? Auch wenn Bayern noch nicht zum Favoritenkreis gehört, der Aufstieg des Klubs war rasant. Vor zwei Jahren schaffte Bayern es beim Euroleague-Debüt in die zweite Runde und spielte dort sogar lang um den Einzug ins Viertelfinale. Bayern und die Bundesliga sind der europäischen Elite auf den Fersen. „Die deutschen Teams werden auf europäischer Ebene wettbewerbsfähiger“, findet auch Taylor. Gavel sieht’s ähnlich. „Die großen Namen im europäischen Basketball kommen inzwischen auch in die Bundesliga. Zum Beispiel K.C., ein Euroleauge-Sieger.“ K.C. Rivers gewann letzte Saison mit Real Madrid das Triple und kam anschließend nach München.

Wie ist der Weg nach Berlin? Die deutsche Haupstadt ist dieses Jahr Gastgeber des Final Four. Der Weg dorthin: Vier Gruppen à sechs Teams, die besten Vier kommen ins Top 16. Dort sind es zwei Achtergruppen, die besten vier kommen weiter. Im Viertelfinale treffen die Teams aus den beiden Gruppen jeweils überkreuz aufeinander, die vier Sieger stehen im Finalturnier. Dann heißt es Mitte Mai an einem Wochenende in Berlin: Do or Die. Zwei Halbfinals am Samstag, Spiel um Platz 3 und Finale am Sonntag.

 

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