FC Bayern Basketball Erste Vorentscheidung in der Euroleague

Heiko Schaffartzik (l-r), Chevon Troutman und Malcolm Delaney jubeln Foto: dpa

Die Basketballer des FC Bayern haben Malaga zu Gast im Audi Dome - ein äußerst wichtiges Spiel im europäischen Wettbewerb.

 

MÜNCHEN Alba Berlin? War da was? Am Sonntag treten die Basketballer des FC Bayern beim Rivalen aus der Hauptstadt an. Das Topspiel der Bundesliga, das Traditionsteam gegen die aufstrebende Weltmarke. Und doch überhaupt kein Thema bei den Bayern. Denn die Augen sind ausschließlich auf Freitag gerichtet: Um 20 Uhr ist nämlich Spaniens Top-Klub Malaga zu Gast im Audi Dome. Ein erstes Entscheidungsspiel in der Euroleague-Gruppe C, es geht um Platz zwei hinter Titelverteidiger Piräus.

Die Bayern, ungeschlagener Tabellenführer und dominierende Mannschaft in Deutschland, haben nach den beiden deutlichen Siegen gegen Gora und Siena und der knappen Niederlage gegen Piräus gemerkt: Dass sie auch europäisch mehr als mithalten können. Und aus der anfänglich vorsichtigen Beobachtungshaltung ist auch international der standesgemäße Anspruch des Vereins gewachsen: „Unsere Erwartung ist, dass wir jedes Spiel gewinnen können“, sagt Trainer Svetislav Pesic. „Und so bereiten wir uns auch vor.“

Ein Sieg gegen Malage würde die Chancen auf die Runde der letzten 16 extrem erhöhen. Aber Pesic weiß, was seine Mannschaft erwartet: „Malaga hat immer wieder sehr gute und talentierte Spieler in seinen Reihen. Sie sind eine der besten Mannschaften der spanischen Liga.“ Das Markenzeichen: „Sie sind nicht nur zu Hause gut – sondern überall. Sie spielen eine extrem aggressive Verteidigung, zwingen den Gegner zu vielen Fehlern.“

Die Zuschauer in der Halle dürfen jedenfalls davon ausgehen: Es wird wieder spannend im Audi Dome. In der Liga, das haben die Auftritte gegen Frankfurt und Hagen gezeigt, sind die Bayern ihren Gegner oft so überlegen, dass die Spiele schon in der ersten Halbzeit entschieden sind. Gegen Malaga darf man davon ausgehen, dass die Entscheidung deutlich später fällt. Was von Pesic und seiner Mannschaft verlangt wird, ist klar. Schon zu Hause in der Familie: „Mein Enkel Luka fragt mich jeden Tag: Sind wir noch Erster?“, sagt Pesic. Und bremst: „Jetzt Erster zu sein, heißt gar nichts. Es gibt keinen Grund, euphorisch zu sein.“

In drei, vier Monaten, erwartet er echte Erkenntnisse. „Dann werden wir sehen, ob wir von Kontinuität sprechen können.“ Dann geht es in der Euroleague um die Playoffs – die Runde der besten acht Teams in Europa.

 

0 Kommentare