FC Bayern Basketball Bayerns neuer Sixpack

Zwei der insgesamt sechs Neuen beim FCBB: Reggie Redding (l.) und Ondrej Balvín. Foto: sampics/Augenklick

Nach dem großen Umbruch beim FC Bayern Basketball sind viele neue Gesichter im Team zu finden. „Wir wollten athletischer, beweglicher, jünger werden.“ Die AZ stellt die sechs Zugänge vor.

 

München - Einen „gezwungenermaßen längeren Sommer“ haben Marko Pesic und die Basketballer des FC Bayern nun hinter sich. Daran und damit unweigerlich auch an das 0:3-Aus im Halbfinale der Playoffs gegen Bamberg erinnerte der FCBB-Geschäftsführer kürzlich noch einmal.

Die Sommermonate sind laut Pesic aber „schnell vorübergegangen, weil wir viel zu tun hatten“. Vor allem er blickt auf eine äußerst arbeitsintensive Zeit zurück. Neben der Verpflichtung des neuen Trainers Sasa Djordjevic hat er den größten Umbruch beim FCBB seit dem Wiederaufstieg 2011 vollzogen und dem Team ein komplett neues Gesicht gegeben.

Von den ausländischen Profis trägt lediglich noch Kapitän Bryce Taylor auch in der kommenden Spielzeit, in die die Münchner am Samstag in Oldenburg starten, das Bayern-Trikot. Die Verträge von Deon Thompson und Dusko Savanovic wurden nicht verlängert, die Vereinbarung mit John Bryant aufgelöst. „Wir wollten ein bisschen jünger, beweglicher, athletischer und schneller werden, vor allem auf den großen Positionen“, sagt Pesic der AZ. Dafür verpflichtete er insgesamt sechs Neuzugänge.
Das ist Bayerns neuer Sixpack:

Ondrej Balvín (23, Center, Tschechien, Baloncesto Sevilla): Sein erster Dunk gelang ihm mit zwölf Jahren. Von 2010 bis 2016 spielte der 2,17-Mann in Spanien, war dort zuletzt mit einem Durchschnittswert von 7,4 zweitbester Rebounder. Und: Keiner dunkte so oft wie er (2,3 Mal pro Spiel). „Balvin bringt neue Energie ins Team, mit seiner Größe und Athletik“, sagt Taylor der AZ.

Devin Booker (25, Power Forward/Center, USA, Élan Chalon): In Frankreich erzielte er im Schnitt 15,1 Punkte, holte 7,6 Rebounds und wurde zum MVP der Liga. Von einem Königstransfer will Pesic nicht sprechen, sagt aber: „Booker ist ein sehr, sehr interessanter Mann. Man kann viel von ihm erwarten.“ Booker sagt zur AZ: „Ich habe gerade die beste Saison meiner Karriere hinter mir – und will genau da weitermachen.“ Sein Bruder Trevor (Brooklyn Nets) und sein Cousin Jordan Hill (Minnesota Timberwolves) spielen übrigens in der NBA. „Booker erinnert mich an Chevon Troutman“, sagt Taylor. Mit dem gewann er 2014 die Meisterschaft.

Danilo Barthel (24, Power Forward, Deutschland, Skyliners Frankfurt): Der deutsche Nationalspieler stand als erster Neuzugang des Sommers fest – und lässt noch immer auf sich warten. Denn bis zuletzt war er in der EM-Qualifikation für das Nationalteam im Einsatz. Mit Frankfurt gewann er den FIBA Europe Cup, erzielte in der Liga durchschnittlich 9,5 Punkte und holte vier Rebounds.

Vladimir Lucic (27, Serbien, Small Forward, Serbien, Valencia Basket): Lucic wechselte mit 19 zu Partizan Belgrad, feierte dort zahlreiche Titelgewinne und stieg sogar zum Kapitän auf. Seit 2013 spielte er zuletzt für Valencia und gewann mit den Spaniern den Eurocup.

Alex King (31, Small Forward, Deutschland, Alba Berlin): King weiß, wie man Titel in München gewinnt. Anfang des Jahres stemmte er, damals als Alba-Kapitän, nach dem Pokalsieg im Audi Dome gegen den FC Bayern die Trophäe in die Höhe. „Als das Angebot vom FC Bayern kam, musste ich nicht lange überlegen“, sagt King, der als 13-Jähriger einst beim FCBB mit dem Basketball begann.

Reggie Redding (28, Shooting Guard, USA, Dogus Istanbul): In seiner Zeit bei Alba Berlin (2013 bis 2015) war Redding vor allem gegen den FC Bayern besonders motiviert. „Ich wollte Bayern unbedingt bezwingen, das war speziell“, sagte Redding bei seiner Vorstellung, „jetzt hoffe ich auf eine große Zeit in München.“ 2014 landete er bei der Wahl zum MVP auf Rang zwei hinter Malcolm Delaney vom FC Bayern.

 

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