FC Bayern: Abwehrspieler Dante Nach Brasilien zum Frisör - und zur Seleção

Der Bayern-Abwehrchef darf für sein Land zum Confed Cup. „Ich bin bereit, dem Team zu helfen”, sagt Dante. Und weiter: „Das ist ein besonderer Moment für mich”

 

MÜNCHEN Vielleicht hat Dante ja Zeit, zum Frisör zu gehen. Wie der Abwehrchef des FC Bayern dem „Playboy” verriet, geht er genau einmal im Jahr zum Frisör – und das nur in seiner Heimat Brasilien. In Europa habe er schlechte Erfahrungen gemacht. „Einmal war ich in Belgien beim Frisör; ich sagte ihm gleich am Anfang ganz klar, dass er bitte nur ein bisschen – ein bisschen! – kürzen soll. Und er? Schneidet einfach drauf los. Es war viel zu kurz, furchtbar.”


Vielleicht bleibt ja tatsächlich Zeit, im Rahmen des Confed Cups zum Frisör zu gehen. Dante ist wie sein Teamkollege Luiz Gustavo vom FC Bayern für die brasilianische Nationalmannschaft nominiert, freut sich auf die Generalprobe (15. bis 30. Juni) für die Heim-WM mit der Seleção. „Das ist ein besonderer Moment für mich”, sagte er nach der Nominierung durch Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari zur AZ. „Ich bin froh und stolz, Teil dieses Teams zu sein.” Der Gastgeber trifft in der Gruppe A auf Japan, Mexiko und Italien.


Dantes Ziele? Selbstbewusst! „Wenn Brasilien an einem Turnier teilnimmt, dann, um es zu gewinnen!” Dante und Gustavo werden nach dem DFB-Pokalfinale mit Bayern gegen Stuttgart am 1. Juni verspätet zur Seleção stoßen. Während Gustavo nur Ergänzungsspieler sein wird, kämpft der Innenverteidiger mit David Luiz und Rever um den Platz neben Thiago Silva. „Ich bin bereit, dem Team zu helfen”, sagt Dante.


Beim FC Bayern hätten sie es inoffiziell lieber gesehen, Scolari hätte jemand anderen nominiert. Nach dem Confed Cup treten die beiden Spieler noch ihren Urlaub an, stoßen dann erst Mitte Juli wieder zum Bayern-Team. Den Auftakt mit Pep Guardiola verpassen sie ebenso wie das Trainingslager am Gardasee. Halb so wild, sagt Dante: „Immerhin repräsentieren wir ja den FC Bayern in der Welt. Und wenn ich zurück bin, werde ich wieder voll angreifen, um Bayern zu helfen.”

Wie viel Urlaub sich Dante gönnen wird, weiß er noch gar nicht. „Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht”, sagt er der AZ, „ich muss das mal mit dem Verein besprechen. Jetzt müssen wir erstmal diese wundervolle Saison zu Ende bringen, dann reden wir über Urlaub.”
Spätestens dann wird ein Frisörbesuch drin sein. „Bitte die Spitzen schneiden. Und zwar langsam!”, wird Dante dann sagen. 

 

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