FC Augsburg verliert Leistungsträger FC Augsburg: Hahn sucht neue Herausforderung in Mönchengladbach

Der FC Augsburg muss den ersten Leistungsträger ziehen lassen. Stürmer André Hahn will seine Karriere im Gladbacher Trikot weiter vorantreiben – auch in Richtung Nationalmannschaft.

 

Augsburg – Der pfeilschnelle Außenstürmer André Hahn will nach seinem vorzeitigen Abschied vom FC Augsburg bei seinem neuen Arbeitgeber Borussia Mönchengladbach noch mehr durchstarten. „Ich möchte in Mönchengladbach eine neue Herausforderung annehmen und den nächsten Schritt in meiner Entwicklung machen“, begründete der 23 Jahre alte Fußball-Profi, der bereits jetzt zum erweiterten Kandidatenkreis von Bundestrainer Joachim Löw für die Weltmeisterschaft in Brasilien gehört, seinen Wechsel am Saisonende.

Die Gladbacher hatten die Verpflichtung des in der Bundesliga sehr begehrten Mittelfeldspielers am Sonntag bekanntgegeben. Hahn unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis 30. Juni 2018 bei der Borussia. Eine Ausstiegsklausel ermöglichte Hahn den vorzeitigen Wechsel. Sein Vertrag beim FCA hatte eigentlich noch eine Laufzeit bis 2016. Nach Informationen der „Augsburger Allgemeinen“ soll die Ablösesumme rund drei Millionen Euro betragen.

Die Vereine machten keine Angaben, vereinbarten Stillschweigen. Der FC Augsburg verliert einen ersten wertvollen Leistungsträger. Hahn bedankte sich beim FCA, bei dem er es in nur 15 Monaten vom Drittliga-Profi bis zu einer ersten Nationalmannschafts-Einladung zum letzten Länderspiel gegen Chile brachte, bei dem er aber nicht zum ersten Einsatz für Deutschland kam. Der Verein habe ihm „die Möglichkeit gegeben, mich in der Bundesliga so zu entwickeln“.

Die Wechsel-Entscheidung sei ihm „unheimlich schwergefallen“. In den Partien bis zum Saisonende will Hahn weiter alles für den FCA geben. Am kommenden Samstag im Heimspiel gegen den FC Bayern München wird er allerdings gesperrt fehlen. Die Verantwortlichen des FCA bedauerten die Entscheidung von Hahn. „Wir hätten den erfolgreichen Weg mit ihm gerne auch über die Saison hinaus fortgesetzt“, erklärte Sportchef Stefan Reuter.

Trainer Markus Weinzierl muss einen schmerzlichen sportlichen Verlust verkraften. „Doch wir akzeptieren seine Entscheidung, die ihm sicherlich nicht leicht gefallen ist. Seine Entwicklung in den letzten eineinhalb Jahren war sensationell und zeigt, was beim FCA möglich ist“, sagte Weinzierl.

 

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