FC Augsburg „Da schnappt keiner über“: Forsche Augsburger wollen nachlegen

Augsburgs Trainer Markus Weinzierl will, dass die Mannschaft genauso in die Rückrunde startet, wie sie die Hinrunde beendet hat. Foto: firo/Augenklick

24 Punkte, Platz acht – nach einer überaus erfolgreichen Hinrunde will Fußball-Bundesligist FC Augsburg auch in der zweiten Saisonhälfte für Furore sorgen. Doch am Anfang wartet erst einmal die schwere Auswärtsaufgabe bei Borussia Dortmund.

 

Augsburg – Eigentlich hätte Augsburgs Fußball-Trainer Markus Weinzierl die Weihnachtspause am liebsten ausfallen lassen. „Es ist schade, dass die Winterpause unsere Erfolgsserie unterbrochen hat“, klagte der Coach des Bundesligisten FC Augsburg einen Tag vor dem Rückrunden-Start am Samstag bei Borussia Dortmund. Zwar startet nicht alles wieder bei Null, doch Weinzierl weiß: „Wir müssen jetzt erst einmal unsere gezeigten Leistungen bestätigen.“

Und die konnten sich in der Hinrunde wahrlich sehen lassen. 24 Punkte verbuchten die Schwaben und durften sich über Platz acht im Halbzeit-Klassement freuen. Die Abstiegsplätze sind da schon ein ganzes Stück entfernt. „Wir haben uns durch unsere Leistungen Respekt erarbeitet“, betonte Weinzierl am Freitag.

Angst vor dem Abheben hat in Augsburg aber niemand: „Jeder hier weiß noch gut, wie die Situation vor einem Jahr war“, erinnerte Mittelfeldakteur Daniel Baier in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ (Freitag) an die in den Vorjahren oft so triste Lage im Tabellenkeller. „Da schnappt keiner über.“

Natürlich soll es auch in der zweiten Saisonhälfte möglichst so gut wie in der Hinrunde weitergehen, doch erst einmal steht die hohe Hürde beim Champions-League-Finalisten an. „Es ist eine schwere Aufgabe, in der wir natürlich in der Außenseiter-Rolle sind“, sagt Weinzierl. Dortmund sei angesichts von Tabellenplatz vier unter Druck. Und: „Es ist undankbar, dass der BVB seine letzten drei Heimspiele verloren hat. Das macht es für uns nicht leichter.“

Unklar ist, ob Rückkehrer Dong-Won Ji in Dortmund zu seinem pikanten Auftritt ansetzen kann. Von kommender Saison an läuft der Südkoreaner, der in der Winterpause nach seinem kurzen Gastspiel beim englischen Erstligisten AFC Sunderland zu den Schwaben zurückgekehrt ist, für die Westfalen auf. Doch sein Einsatz wird sich erst kurz vor knapp entscheiden, da er wegen eines Pferdekusses am Oberschenkel zuletzt nur individuell trainieren konnte.

Doch egal, so oder so hofft Weinzierl auf einen guten Rückrundenstart seines Teams. „Wir wollen mit unserer Leistung an die Hinrunde anknüpfen und uns von unserer besten Seite zeigen. Wir wollen mutig spielen, mutig verteidigen und in der Außenseiter-Rolle überraschen“, bekannte er.

 

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