Fans randalieren TSV 1860 verurteilt Krawalle in Würzburg

Der TSV 1860 hat auf die Krawalle einiger seiner Fans in Würzburg reagiert und diese "auf das Schärfste verurteilt", wie Geschäftsführer Robert Schäfer mitteilte.

 

München - Der TSV 1860 hat auf die Randale von etwa 100 Löwen-Fans am Rande des Regionalligaspiels der U21 bei den Kickers Würzburg (2:0) mit großem Unverständnis reagiert. „Wir verurteilen diese Ereignisse auf das Schärfste“, erklärte 1860-Geschäftsführer Robert Schäfer. „Menschen, die sich so verhalten sind keine Fans, sondern kriminell. Diese Personen wollen unseren Verein missbrauchen,um ihre Gewalttätigkeit auszuleben. Das werden wir nicht dulden“, so der 37-Jährige weiter.

Mit so einem Verhalten von einigen wenigen würden zudem die vielen Fans als Gesamtheit diskrediert, die die Mannschaft auf Auswärtsspiele begleiten und friedlich unterstützen, meinte Schäfer. „Wir möchten uns bei den Betroffenen in aller Form entschuldigen und werden zu ihnen Kontakt aufnehmen. In den nächsten Tagen werden wir die notwendigen Informationen sammeln und konsequent gegen identifizierbare Täter vorgehen“, kündigt der 1860-Geschäftsführer an. „Im Interesse aller Fans der Löwen werden wir deutlich machen, dass so ein Verhalten nichts mit Fankultur zu tun hat und dafür beim TSV 1860 München kein Platz ist.“

Bei der Randale sind zwei Polizisten verletzt worden. Drei Verdächtige nahm die Polizei vorübergehend fest, 60 Fußball-Fans erhielten einen Platzverweis, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Den bei der Randale in der Innenstadt entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 2000 Euro.

Die etwa 100 Fans des Fußball-Regionalligisten München 1860 II hatten zunächst beim Zug durch die Innenstadt mehrere Geschäftsauslagen umgestoßen. Im Stadion überrannten etwa 50 Fans eine für die Kasse aufgestellten Biertisch. Später versuchten die Randalierer auf dem Weg zum Hauptbahnhof eine Buchhandlung zu stürmen, was die begleitenden Polizisten allerdings mit Pfefferspray verhinderten. Bei der Rangelei wurde ein Polizist im Auge, ein zweiter durch Fußtritte im Genitalbereich verletzt.

 

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