Fanorganisation löst sich doch nicht auf Pro1860 vor Mitgliederversammlung: Neuwahlen im Vorstand

Die Fanorganisation Pro1860 hat ihre Auflösungspläne verworfen und hält am 28. Januar eine Mitgliederversammlung ab. Foto: imago images / Ralph Peters

Pro1860 löst sich nun doch nicht auf - im Gegenteil! Nachdem die Fanorganisation Ende vergangenen Jahres einen enormen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen hatte, wurde für Ende Januar eine Mitgliederversammlung einberufen. Auf dieser soll auch ein neuer Vorstand gewählt werden.

 

München - Die Fanorganisation Pro1860 wird in zwei Wochen eine Mitgliederversammlung abhalten, auf der unter anderem ein neuer Vorstand gewählt werden soll. Wie die Verantwortlichen mitteilen, wird die Veranstaltung am 28. Januar, also zwei Tage nach dem ersten Spiel nach der Winterpause gegen Eintracht Braunschweig, um 19 Uhr im Gasthaus Gartenstadt stattfinden. Teilnehmen dürfen alle Löwenfans, zur Abstimmung berechtigt sind lediglich Mitglieder von Pro1860.

Gab Hasan Ismaik Pro 1860 Aufwind?

Pikant: Ursprünglich sollte die Fanorganisation nach eigenen Angaben Ende vergangenen Jahres aufgelöst werden. Da es in den Monaten zuvor jedoch einen starken Mitgliederzuwachs gegeben hatte, rückten die Verantwortlichen von ihrem Vorhaben ab. Der Grund für den Zuwachs? Hasan Ismaik - zumindest wenn es nach Pro1860 geht.

Der Investor sieht die Organisation als Strippenzieher hinter der Vereinspolitik, wie er Mitte November im exklusiven AZ-Interview erklärte. "Es ist doch kein Geheimnis, dass die Entscheidungsgewalt nicht wirklich beim Präsidium liegt", erklärte Ismaik seinerzeit: "Der Verwaltungsrat besteht aus Hardlinern und Ultras. Pro1860 zieht die Fäden im Hintergrund. Es ist feige, dass die Hintermänner ihre Gesichter nicht zeigen." Löwen-Präsident Robert Reisinger wies die Anschuldigungen daraufhin in einem Interview mit der AZ als "inhaltlich vollkommen abwegig" zurück.

Pro1860 weist Ismaik-Vorwürfe zurück

Pro1860 warf Ismaik daraufhin vor, die Organisation im Zuge des fortwährenden Gesellschafter-Streits mit dem e.V. als neues Feindbild zu inszenieren. "Eine der absurdesten Geschichten für uns war heuer, als Hasan Ismaik und sein Umfeld Pro1860 als neues Feindbild beschworen, nachdem man sich am Präsidium und am Verwaltungsrat die Zähne ausgebissen hatte", erklärten die Verantwortlichen in einer Silvester-Botschaft: "Dabei wird uns als Fanorganisation eine Wirkmächtigkeit zugeschrieben, die von der Realität nicht weiter entfernt sein könnte."

Pro1860 wurde 2006 gegründet und gilt als die dominierende Gruppe im e.V.. Der Organisation gehören unter anderem Vizepräsident Heinz Schmidt sowie Sebastian Seeböck und Sascha Königsberg an. Sie setzt sich unter anderem für die Beibehaltung der 50+1-Regelung sowie für den Verbleib und den Ausbau des Grünwalder Stadions ein. Für Konfliktpotenzial ist in Giesing also weiter gesorgt.

 

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