Familie Brams wagt das Abenteuer Drei Tage in der Wildnis: Mit der AZ in die Steinzeit

Renate Brams (42) mit ihren Söhnen Lukas (13) und Paul (8) in ihrem Garten in Oberwattenbach. Papa Manfred (49) ist während des AZ-Besuchs in der Arbeit, fährt aber auch mit. Foto: Bernd Wackerbauer

Familie Brams wird ab Montag drei Tage im Wald leben. Warum die Vier genau die Richtigen sind und worauf sie sich besonders freuen.

 

Zimperlich sind die Brams aus Oberwattenbach bei Essenbach nicht. Die vierköpfige Familie liebt das Abenteuer: wandern in den Bergen, Motorrad und Paddelboot fahren. Daher war es nicht verwunderlich, dass sie sich für die Steinzeitaktion beworben haben, die die AZ zusammen mit Kulturmarketing München anlässlich der Ausstellung "Lascaux – Bilderwelten der Eiszeit" ins Leben rief.

Vorfreude auf Abenteuer: Leben wie in der Steinzeit

Genauer gesagt, steckt Mama Renate dahinter. Ihr Mann Manfred und ihre beiden Söhne wussten anfangs nichts davon. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir gewinnen", sagt die 42-jährige Erzieherin. Die Überraschung war umso größer. Und auch der Rest der Familie freut sich auf eine interessante und spannende Erfahrung. "Lukas wollte ohnehin einmal draußen schlafen, mein Mann selber Feuer machen und Paul interessiert sich für alles, was mit früher zu hat." Das alles können die Vier ab Montag in einem Waldstück bei Reichlkofen unter Anleitung von Survivaltrainer Armin Hock erleben.

Wald und Natur: So wird das Steinzeit-Abenteuer

Drei Tage lang werden sie leben wie in der Steinzeit – ohne Dusche, Bett und Kühlschrank. Sie müssen sich ihren Schlafplatz selbst bauen mit dem, was sie im Wald finden. Gegessen wird das, was die Natur hergibt. Eine Quelle liefert frisches Trinkwasser. Wilde Tiere oder auch nur kleine Krabbelviecher bereiten den Brams keine Sorgen. Mama Renate fürchtet sich nur vor Kröten und Fröschen. Unheimlich könnte es für sie werden, wenn sie in der Nacht Geräusche hört. Ihre Jungs haben eher Angst, im Wald nichts Essbares zu finden und hungern zu müssen. "Notfalls fange ich halt Fische", sagt der 13-jährige Lukas, der gerne angelt.

Wie man sich im Wald richtig verhält, weiß Sohn Paul: "Man muss leise sein, damit man die Tiere nicht stört." Und sollte die Familie es doch mit einem Mammut oder einem anderen gefährlichen Tier zu tun bekommen, wird der Achtjährige es mit seinem selbst geschnitzten Holzschwert in die Flucht schlagen. Die Vier freuen sich darauf, Zeit miteinander zu verbringen bei einem Familienurlaub der anderen Art.

Drei Tage in der Wildnis: Das ist der Ablauf

Tag 1 – Montag

Als Erstes muss sich die Steinzeitfamilie damit beschäftigen, einen Schlafplatz zu finden und Materialien wie Äste, Blätter, Reisig und Laub dafür zu suchen. Nach dem Bau der Unterkunft macht sich die Familie auf die Suche nach Essen, wie Beeren, Kräuter und Wildpflanzen. Das Trinkwasser kommt, frisch gezapft, von einer Wasserquelle in der Nähe. Dann heißt es: Feuer frei! Gemeinsam mit dem Survivaltrainer errichtet die AZ-Steinzeitfamilie eine Feuerstelle und lernt, wie man ohne die Hilfe von Zündhölzern und Feuerzeugen ein Feuer entfacht.

Tag 2 – Dienstag

Aufstehen, wenn die Sonne aufgeht und dann: Körperpflege im nahen Bach, inklusive Zähneputzen nach Steinzeitart. Dann steht das Frühstück an. Die AZ-Steinzeitfamilie begibt sich mit Armin Hock auf Nahrungssuche. Hock erklärt, wie man mit einfachen Materialien Fallen zum Jagen von Kleintieren baut. Dann stellt die AZ-Steinzeitfamilie Pfeil und Bogen her. Wirklich gejagt und geschossen wird aber nichts, so weit geht das Experiment dann doch nicht. Auch die Herstellung von "Birkenpech", dem Klebstoff der Steinzeit, steht auf dem Tagesprogramm.

Tag 3 – Mittwoch

Bevor es zurück ins 21. Jahrhundert geht, zeigt Armin Hock, wie man aus Steinen ein einfaches Messer herstellt. Die Steinzeitfamilie lernt zudem, wie man ein frisches Stück Fleisch über dem offenen Feuer dörrt und damit haltbar machen kann. Frieren muss die Familie nicht: An allen drei Tagen soll es laut Wetterbericht sommerlich warm werden.

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