Falsches Bild vermittelt? Volksmusikanten kritisieren sächsischen Schlager-"Tatort"

 Foto: Lukas Schauer / Onlineredaktion

Volksmusiker fühlen sich von der Dresdner Tatort-Folge zu Unrecht in ein schlechtes Licht gerückt. Mehrere Prominente der Szene äußerten ihre Kritik in der "Bild".

 

Berlin - Der neue Sachsen-"Tatort" über einen Mord in der Volksmusik-Szene hat einige Schlagersängern verärgert. "Das Drehbuch kann nur ein Mann geschrieben haben, der von banalen Vorurteilen gegenüber Volksmusik geprägt ist und sich nie wirklich mit uns beschäftigt hat", sagte Musiker Heino (77) der "Bild"-Zeitung vom Montag. "Dieser "Tatort" war überflüssig und verhöhnt nicht nur meine Kollegen, sondern auch unsere vielen Fans.»

In dem am Sonntag ausgestrahlten ARD-Krimi "Auf einen Schlag" - der erste Fall für die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) - drehte sich die Welt der Volksmusik um Geschäfte, alternde Stars und den schönen Schein.

"Den "Tatort"-Machern ist nichts Besseres eingefallen, als unsere Branche gehörig durch den Dreck zu ziehen. Schade, dass man uns Volksmusiker immer so negativ darstellen muss", sagte das Schunkel-Duo Marianne (63) und Michael (66) dem Blatt.

Drehbuchautor Ralf Husmann ("Stromberg") hatte sich für seinen ersten "Tatort" die Volksmusik-Szene ausgesucht, weil dort nach eigenen Worten "noch Rock n' Roll drin ist".

 

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