Ex-Stürmer über Guardiola Toni: "Pep kann Bayern zu Europas Nummer 1 formen"

Luca Toni erzählt, wie er Pep Guardiola vom FC Bayern vorgeschwärmt hat - und rechnet mit Ex-Trainer Louis van Gaal ab.

 

München - Geht es nach Luca Toni, dann hat der FC Bayern mit dessen Ex-Kollegen Pep Guardiola den perfekten Trainer gefunden. "Die Wahl München war die beste für Guardiola und vor allem für die Bayern, die nun einen der kompetentesten Trainer der Welt bekommen", sagte der 35-Jährige dem "Kicker".

Toni, der von 2007 bis 2009 für den FC Bayern stürmte, fügte sogar an: "Ich traue ihm zu, dass er den FCB in einigen Jahren zur Nummer 1 in Europa formt." Der Angreifer des AC Florenz hatte einst gemeinsam mit Guardiola in Italien für Brescia Calcio gespielt.

"Pep und ich standen seit der Zeit in Brescia immer in Kontakt", erzählte er nun. "Irgendwann rief er an und fragte mich, wie die Bedingungen in München so seien, wie meine Erfahrungen waren. Da habe ich mir natürlich schon gedacht, dass er zu Bayern tendiert."

Toni berichtete Guardiola von perfekten Voraussetzungen: "Die Eingewöhnung wird einem dort wirklich leicht gemacht. Ein fantastischer Klub. Zudem besitzt man schon einen grandiosen Kader und trotz der allgemeinen Krise die finanziellen Mittel, Pep weitere Spieler zu liefern, die er sich vorstellt."

Seine eigene Zeit beim FC Bayern hat der Italiener jedenfalls noch in bester Erinnerung: "Ich schoss eine Menge Tore, hatte Spaß, holte Titel und verdiente gut - was will man mehr?" Probleme traten erst auf, als nach Ottmar Hitzfeld, Jürgen Klinsmann und Jupp Heynckes 2009 mit Louis van Gaal ein neuer Trainer das Ruder übernahm.

Toni: "Ohne van Gaal wäre ich sicher noch einige Jahre bei den Bayern geblieben." Doch der Niederländer machte damals unmissverständlich klar, dass er nicht auf Toni baue. "Es machte keinen Sinn, nie zu spielen, dazu unter einem Trainer, der mich auf Höchste verachtete", sagte der Italiener nun.

Der Vorwurf: Van Gaal sei "auf menschlicher Ebene" unwürdig mit ihm und Spielern wie Franck Ribéry und Lucio umgegangen: "Ihm gefielen keine Publikumslieblinge, denn der Erfolg sollte allein als sein Verdienst gelten." Fazit: "An Freundschaftlichem existierte zwischen uns null Komma nichts."

 

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