Ex-P1-Chef und EHC-Gründer Trauer um Franz Jüttner: Beerdigung am Nordfriedhof

"Ich sterb’ auf dem Eis", hat Franz Jüttner zu Freunden oft gesagt. Er ist nur 51 Jahre alt geworden. Abschied nehmen seine Frau Nicole, sein Bruder Gerald und viele Freunde wie Gregor Leutgeb und Hugo Bachmaier. Foto: Petra Schramek

Unter blauem Himmel wurde Münchens Nightlife-König und EHC-Gründer Franz Jüttner zu Grabe getragen. Der 51-Jährige war nach einem EHC-Training zusammen gebrochen und verstorben.

 

München - Strahlender Sonnenschein, kein einziges kleines Wölkchen ist am Himmel zu sehen. Das Wetter passt zur Beerdigung von Franz Jüttner , dem allseits beliebten Ex-P1-Chef, „8 Seasons“-Betreiber und Gründungsvater des EHC München, der mit 51 Jahren verstarb. Ob Gastro- oder Sport-Freunde - sie alle hatten sein stets so sonniges Gemüt und seinen Optimismus geschätzt. Und sie alle sind an diesem Montagnachmittag um 15 Uhr (eine humane Zeit für Jüttners Nightlife-Kollegen), auf dem Nordfriedhof, um ihrem lieben Franzl Servus zu sagen.

Schon eine knappe Stunde vor der Beerdigung treffen unzählige Freunde und Weggefährten ein, um Jüttners Frau Nicole ihr Beileid auszusprechen: "Es ist so schrecklich traurig", sagt sie und lächelt tapfer. "Ich muss trotzdem stark bleiben. Irgendwie muss das Leben ja weitergehen." Vor dem mit vier Eishockey-Schlägern verzierten Sarg (Blumen und zuviel Deko-Schnickschnack mochte Franz nicht) stehen viele Kränze.

Fast die ganze Münchner Gastro-Szene ist da: Feinkost-König Michael Käfer, Klaus Gunschmann (Bar Lehel), Florian Oberndorfer (Wirtshaus zur Au), Constatin Wahl, Matthias Scheffel, Michi Kern, Ugo Crocamo, Hugo Bachmaier, Andi Haidinger (089 Bar), Alfons Harlander und Tom Kriegenherdt.

Vor einer Woche war Franz Jüttner überraschend nach einem Eishockey-Training in Landshut nach dem Duschen zusammengebrochen. Der Notarzt konnte nur noch seinen Herztod feststellen. Jüttner litt seit Jahren an Herzproblemen – vor neun Jahren wurde ihm eine Schweineherzklappe eingesetzt, ein weiteres Mal musste er operiert werden. "Ich sterb auf dem Eis", hatte er Freunden immer prophezeit.

Nach der Beisetzung trifft sich die Trauergemeinde natürlich im "8 Seasons", dort, wo er sich abgesehen vom Eis am wohlsten gefühlt hat. Angst vor dem Tod hatte er übrigens nie: "Ich hab alles erlebt." Für seine Frau Nicole (hielt eine sehr berührende Rede), die beiden Kinder Stephanie und Luca und die vielen Freunde nur ein kleiner Trost. Der Spruch des Sterbekärtchens spricht ihnen aus der Seele: "Aus der Lieben Kreis geschieden, aus den Herzen aber nie! Weinet nicht, er ruht in Frieden, doch für uns starb er zu früh!"

 

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