Ex-Hollywoodpaar Diane Keaton und Woody Allen sind nach wie vor Freunde

In den 70er-Jahren waren Schauspielerin Diane Keaton und Regisseur Woody Allen ein glamouröses Neurotiker-Paar. Ihre Freundschaft hält aber bis heute, wie Keaton nun in einem Interview verraten hat. Den Missbrauchsvorwürfen, mit denen Allen wieder zu kämpfen hat, zum Trotz.

 

Als einfache Persönlichkeit galt Woody Allen (78, "Der Stadtneurotiker") noch nie - nun rücken ihn erneute Vorwürfe des Missbrauchs an seiner Adoptivtochter Dylan Farrow (29) in ein negatives Licht. Dennoch: Der Star-Regisseur hat treue Verbündete. Etwa die Schauspielerin Diane Keaton (68, "The Big Wedding"). Die beiden waren in den 1970ern ein Paar - und sind bis heute befreundet, wie Keaton, die am Samstag in Berlin mit einer Goldenen Kamera für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, der "Welt am Sonntag" verriet.

"Wir sind heute Freunde. Wir telefonieren, wir haben Kontakt. In dieser späten Phase meines Lebens kommt Freundschaft der Liebe sehr nahe", berichtete Keaton. Mehr noch: "Du sorgst dich um den anderen, du kennst ihn, du kannst dich aufeinander verlassen. Das zählt für mich." Die Frage, ob Woody Allen ihre "große Liebe" sei, ließ die 68-Jährige unbeantwortet. In jedem Fall blickt sie positiv auf die gemeinsame Zeit zurück. "Er war charmant, liebevoll, fürsorglich, er war großzügig", erinnerte sich Keaton in dem Gespräch.

Zu den bereits seit längerem schwelenden Missbrauchsvorwürfen gegen Allen wollte sich Keaton nicht explizit äußern. "Ich finde, er hat das Ganze mit einer gewissen Würde ertragen. Mehr will ich dazu nicht sagen", erklärte sie mit Blick auf einen im vergangenen Jahr veröffentlichten Artikel des Magazins "Vanity Fair", der die Gerüchte erneut hochkochen ließ.

Am Sonntag befeuerte ein offener Brief von Dylan Farrow in der "New York Times" die unangenehmen Spekulationen um Allen erneut. "Solange ich mich erinnern kann, hat mein Vater Dinge mit mir gemacht, die ich nicht gemocht habe", erklärte sie.

 

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