Euroleague Bayerns Basketballer stehen vor einem Schicksalsspiel

Sie wollen sich jetzt in der Euroleague zurückmelden: Die Bayern-Basketballer um Superstar Greg Monroe (l.). Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Die FCB-Basketballer treffen in der Euroleague auf den Letzten Zenit und die punktgleichen Berliner.

 

München - Die Basketballer des FC Bayern nahmen am Mittwochabend ein wenig Anschauungsunterricht bei den Kollegen der Fußballabteilung. Diego Flaccadori und Nihad Djedovic saßen beim 3:1-Erfolg gegen Tottenham Hotspur auf der Tribüne der Allianz Arena. Mit Schal, Mütze und dicker Winterjacke war die Verwechslungsgefahr von Djedovic, dessen Spitzname nicht umsonst "Zlatan"lautet, mit Fußballstar Ibrahimovic sogar noch größer als ohnehin schon.

In der Bundesliga top, in Europa auf Rang 16

Die Basketballer sahen, wie die Klubkollegen mit dem sechsten Sieg im sechsten Gruppenspiel der Champions League einen neuen Rekord aufstellten. So geht Europa! In der BBL dominieren die Basketballer ja ähnlich deutlich und sind nach elf Spieltagen noch unbesiegt. In der europäischen Königsklasse, der Euroleague, werden sie ihren eigenen Ansprüchen dagegen nicht gerecht. Mit gerade mal vier Siegen und acht Niederlagen ist der FCBB dort auf Rang 16 abgerutscht.

Ausgerechnet am Freitag, den 13., steht nun eine Art Schicksalsspiel für die Bayern an, zumindest was den weiteren Saisonverlauf der Euroleague angeht. Der Tabellenletzte Zenit St. Petersburg um Ex-Bayern-Point-Guard Alex Renfroe kommt Freitagabend (20.30 Uhr/Magenta Sport) in den Audi Dome. "Für uns ist das ein sehr wichtiges Spiel, um uns jetzt hoffentlich mit einigen Siegen zurückzumelden“, sagte Vizekapitän Vladimir Lucic vor dem wegweisenden Duell.

Marko Pesic wurde mit Blick auf das am Mittwoch (20 Uhr/Magenta Sport) anstehende deutsche Aufeinandertreffen in der Euroleague beim punktgleichen Team von Alba Berlin sogar noch etwas deutlicher. "Es wird nicht einfach gegen Zenit und in Berlin“, sagte der FCBB-Geschäftsführer im Podcast "Abteilung Basketball"bei "Magenta Sport“, "aber das sind Spiele, die du eigentlich gewinnen musst, wenn du in der Euroleague wettbewerbsfähig sein willst.“

Bayerns Basketballer mit eklatanter Auswärtsschwäche

Dass die Bayern das sein wollen und auch sein können, müssen sie bei ihrer Europa-Rettungsmission nun zeigen. Misslingt diese, wird der Kampf um die Playoffränge, also die ersten acht Plätze, nämlich endgültig zu einer Mission Impossible. "Der Monat November war nicht gut. Das müssen wir analysieren“, sagte Pesic und befand: "Da haben wir einfach unsere Leistung nicht gebracht und nicht das Maximum aus uns rausgeholt.“

Mit ihrer eklatanten Auswärtsschwäche (sechs Niederlagen in sechs Spielen) stehen sich die Bayern bislang selbst im Weg. "Natürlich schmecken mir die Niederlagen-Serie auswärts genauso wie die beiden negativen Runs zuhause gegen Khimki und Panathinaikos überhaupt nicht“, sagte Pesic, "wir haben jetzt aber einen Monat vor uns, in dem wir uns da selbst herausarbeiten können.“

Bayerns Personallage entspannt sich

Optimistisch stimmt den 43-Jährigen, dass sich die Personallage bei den seit Monaten ersatzgeschwächten Münchnern nun langsam entspannt. "Wenn alles normal läuft, können die drei hoffentlich in Berlin spielen“, sagte er über Leon Radosevic (Bänderverletzung am Sprunggelenk), Josh Huestis (Knieverletzung) und Djedovic (Kniereizung). Ende des Monats soll dann auch Neuzugang TJ Bray (Fuß-OP) endlich sein Debüt im Bayern-Trikot geben. "Dann erwarte ich mir schon, dass wir da viel, viel bessere Leistungen bringen.“

Bis dahin "müssen wir uns noch mehr als zuvor um die Dinge kümmern, die wir kontrollieren können“, sagte Chefcoach Dejan Radonjic: "Das sind speziell unsere Defensive und der Rebound."Am besten fangen die Bayern heute Abend gegen Zenit damit an – bevor es zu spät ist.

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