EU-Programm "Smart Cities" Aus Freiham soll die Stadt der Zukunft werden

In Freiham soll die Stadt der Zukunft entstehen. Dazu gehört auch eine App fürs Carsharing. Foto: dpa

München will sich für das EU-Programm „Smart Cities“ bewerben. Bei Erfolg gäb’s viel Geld – und zudem Shopping ohne Einkaufstüten.

München - Sparsam soll die Stadt der Zukunft sein, umweltfreundlich und vor allem digital vernetzt – neudeutsch und mit einem Wort ausgedrückt: Die Stadt der Zukunft soll ziemlich smart sein. München möchte natürlich auch zu den „Smart Cities“ gehören und bewirbt sich mit dem Neubaugebiet Freiham-Nord deshalb für das gleichnamige EU-Programm.

Der entsprechende europäische Fördertopf ist üppig gefüllt. 108 Millionen Euro stehen insgesamt zur Verfügung. Mit dem Geld sollen in den Projektgebieten Gebäude saniert, erneuerbare Energien ausgebaut und die Elektromobilität gefördert werden.

Die EU möchte mit dem Programm auch die Zusammenarbeit der europäischen Metropolen stärken. Voraussetzung für die Förderung ist deshalb, dass sich ein Bewerber mit zwei anderen Städten zusammentut. München hat den Antrag deshalb gemeinsam mit Lyon und Wien gestellt.

Die drei Städte haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind, was ihre Innovationsfähigkeit betrifft, ungefähr auf dem gleichem Stand. Zudem verfügen alle drei über große Neubaugebiete, die sich wunderbar als Experimentierfeld eignen.

In München hat das Wirtschaftsreferat dabei Freiham-Nord als Testgebiet auserkoren. Das dortige Geothermie-Kraftwerk füttert bereits das örtliche Nahwärmenetz mit heißem Wasser. Beste Voraussetzung also, findet Bürgermeister Josef Schmid (CSU), um dort mit europäischer Unterstützung noch ein paar weitere Zukunftsprojekte zu starten.

Neben einem Energiekonzept ist geplant, das Geld auch in die Entwicklung von allerhand kleinen Computerprogrammen zu stecken. So soll etwa fürs Car-Sharing ein „Mobilitäts-Butler“ entwickelt werden: eine Handy-App, die Anmelde- und Bezahlsystem miteinander vereint.

Die Digitalisierung des Lebens ist ohnehin ein ganz wichtiger Aspekt des Smart-Cities-Programms. „Alle Informationstechnologien müssen verbunden werden“, fordert Schmid. So soll es etwa auch eine App geben, die einem die Fahrt zum Supermarkt erspart. Das ganze Viertel soll online bestellen können. Einkaufstüten hätten sich in Freiham damit erledigt.

 

2 Kommentare