EU for You: EU ist gut für Dich Münchner Studenten erklären Top-Themen der Europawahl auf Instagram

Clemens Hagen.
Haben die Europawahl im Mai zu ihrem Projekt gemacht: der Grafiker Constantin Tran und die drei Politikstudenten Marco Moschovidis, Maike Steen und Luca Scotellaro (v. l.). Foto: privat

Drei Politikstudenten aus München und ein angehender Grafiker bereiten die Europawahl auf Instagram für junge Menschen auf.

 

München - Soll keiner sagen, die Jugend würde sich nicht für Politik interessieren. Vier Münchner Studenten beweisen das genaue Gegenteil.

Drei von ihnen – Marco Moschovidis (25), Maike Steen (26) und Luca Scotellaro (30) – studieren an der Technischen Universität Politik, der vierte – Constantin Tran (22) – macht eine Ausbildung zum Kommunikationsdesigner. Zusammen kamen sie auf die Idee, jungen Menschen auf Instagram, der beliebtesten sozialen Plattform im Internet, die politischen Top-Themen der Europawahl am 26. Mai zu erklären. Und, vielleicht noch wichtiger, sie wollen vermitteln, warum sich die Jugend für die Arbeit der Europäischen Union interessieren sollte.

EU auf Instagram erklärt

"Bei vielen Sachen wie zum Beispiel Trinkwasser oder Luftqualität wissen die Leute nicht einmal, dass EU-Recht dahinter steckt", sagt Moschovidis. "Die denken an Reisefreiheit und Ersamus-Semester im Ausland."

Das Quartett investiert in den Monaten vor der Wahl täglich pro Kopf ein bis drei Stunden in das Texten und Gestalten von Folien für ihren Account (@eu.for.you). Beiträge bestehen aus mehreren Seiten und veranschaulichen auf einfache wie prägnante Weise ein Thema wie die Verschmutzung der Meere mit Plastik.

Studenten mit Überzeugung: Junge Menschen müssen wählen

Ihre Motivation beschreibt Moschovidis so: "Denkt man an das Erstarken des Populismus’, da ist diese Europawahl eine absolute Richtungswahl. Beim Brexit haben ja zum Beispiel vor allem ältere Menschen abgestimmt, das wollen wir bei der Europawahl auf keinen Fall. Da müssen auch die Jungen ran."

Übrigens: Die vier Münchner Studenten sind "Überzeugungstäter": Der Instagram-Account hat nichts mit ihrem Studium zu tun. Es gibt weder eine gute Note noch ein Lob vom Professor.

 

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