Es ging um Drogenschulden Porsche-Mord in München: Polizei fasst Verdächtigen!

In der Hugo-Wolf-Straße wurde der Tote gefunden. Foto: Daniel von Loeper

Vor etwas mehr als einer Woche wurde die Leiche eines 25-Jährigen in dessen Porsche entdeckt, der junge Mann wurde im Wagen erschossen. Ein Barkeeper mit Schulden soll der Täter sein.

 

München – Kokain und viel Geld – um diese beiden Dinge geht es bei dem Mord an einem 25-jährigen Porsche-Fahrer vor gut einer Woche am Harthof. Die Polizei nahm am Freitag einen Tatverdächtigen fest, einen 23-jähriger Barkeeper. Er kam wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

Freitagmorgen um 6 Uhr stürmten schwer bewaffnete Polizisten einer Spezialeinheit eine Wohnung in Neuhausen. Hier wohnt die Freundin des Tatverdächtigen. Der 23-Jährige wurde in ihrer Wohnung überwältigt und abgeführt.

Der Verdacht, dass das Opfer mit Drogen zu tun hatte, lag nahe

Von Anfang an gab es Gerüchte, das Mordopfer habe mit illegalen Drogengeschäften zu tun gehabt. Dominik S. hatte zwar keinen richtigen Job, lebte aber auf großem Fuß und besaß mit nur 25 Jahren bereits einen rund 100.000 Euro teuren Porsche Panamera.

Systematisch begannen die Mordermittler des K11, sein Leben unter die Lupe zu nehmen. Sein Handy wurde ausgewertet, Freunde, von denen es ziemlich viele gibt, wurden befragt. Dabei ergaben sich konkrete Hinweise auf illegale Drogengeschäfte. Einer der Kunden war offenbar der 23-jährige. Laut Polizei bezog er Kokain über Dominik S. Die Spurensicherung fand noch mehr belastende Indizien. In dem Porsche, in dem Dominik S. getötet worden war, wurden Fingerabdrücke und die DNA des Barkeepers gefunden.

"Der Verdächtige hatte mehrere Tausend Euro Schulden beim Opfer", sagt Josef Wimmer, Chef der Mordkommission. Die sollte der 23-Jährige an Dominik S. zurückzahlen. Die beiden Männer verabredeten sich nach derzeitigem Ermittlungsstand am Dienstagabend vergangener Woche. Der Barkeeper stieg zu Dominik S. in den Porsche.

Porsche-Mord in München: Opfer hatte Schusswunde im Kopf

Einer Passantin fiel der teure Sportwagen am nächsten Morgen auf, weil er in falscher Richtung geparkt in der Hugo-Wolf-Straße stand. Am Steuer des verschlossenen Wagens saß Dominik S. mit einer Schusswunde im Kopf.

In dem Porsche fand die Spurensicherung eine Patrone. Sie passt zu dem Projektil, das Dominik S. tötete. Die Pistole, eine Kleinkaliberwaffe, ist verschwunden, ebenso wie der Autoschlüssel. "Wir gehen von zwei Mordmerkmalen aus", sagt Oberstaatsanwältin Anne Leiding: "Heimtücke, weil das Opfer arg- und wehrlos war. Sowie Habgier, weil es um Geld ging." Der Verdächtige schweigt.

 

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