Es fehlen engagierte Retter Tiernotfallrettung Niederbayern sucht ehrenamtliche Helfer in Landshut

Die Tierretter versorgen ein verletztes Tier. Dennoch laufe es für die Tier-Ambulanz/Notfallrettung Niederbayern immer noch nicht gut. Foto: Facebook/Tierrettung Niederbayern

Für kranke und verletzte Tiere könnte es auch in Landshut einen 24-Stunden-Notruf geben. Doch dafür fehlt es an Helfern.

 

Landshut - Egal, ob ein Eichhörnchen auf der Straße angefahren worden ist oder die Hauskatze einen epileptischen Anfall bekommt: Wenn Tiere in Not sind, ist die Tier-Ambulanz/Notfallrettung Niederbayern zu Stelle. Bislang allerdings nur in den Landkreisen Deggendorf, Straubing und Dingolfing-Landau. Wenn es nach dem zweiten Vorsitzenden Mario Renz geht, würde sich das Einsatzgebiet auch auf Landshut ausweiten lassen.

Keine Ehrenamtlichen in der Region Landshut

Der Verein findet keine Ehrenamtlichen in der Region Landshut. Geplant ist das schon seit längerem. Das Problem: Der Verein findet keine Ehrenamtlichen in der Region Landshut. Derzeit sind 15 Helfer für drei Landkreise zuständig. Um die 20 bräuchte der Verein, um auch das Landshuter Gebiet abdecken zu können. Was Renz wichtig ist: "Es müssen zuverlässige Leute sein, die wirklich bereit sind, in ihrer Freizeit zu helfen und nicht nach drei Einsätzen wieder aufhören." Die Grundvoraussetzungen sind die Volljährigkeit und der Autoführerschein (Klasse B).

Wer dazu bereit ist, dem ermöglicht die Tier-Ambulanz/Notfallrettung Niederbayern eine Ausbildung zum Tierunfallsanitäter beziehungsweise zum Tierrettungssanitäter, auch "Animal Paramedic" genannt, die zwischen eineinhalb und zwei Jahren dauert. Letzteres entspricht dem Notfallsanitäter in der Humanmedizin.

Tiernotrettung Niederbayern stand kurz vor dem Aus

Dass es keine einfache Tätigkeit ist, weiß Mario Renz aus seiner langjährigen Erfahrung. Auch Tierretter müssten sich wie auch andere Einsatzkräfte so manches anhören. "Manche Menschen reagieren gegenüber dem Personal sehr aggressiv." Sätze wie "Lasst das Tier doch verrecken", seien schon gefallen. Dem gegenüber stehen aber die unzähligen Tiere, die in den vergangenen zehn Jahren gerettet werden konnten. Die Tier-Ambulanz/Notfallrettung Niederbayern ist 2009 gegründet worden.

Vergangenes Jahr musste der Verein selbst gerettet werden, da er aus personellen und finanziellen Gründen kurz vor dem Aus stand. Von Gut Aiderbichl, dem Betreiber von Tier-Gnadenhöfen, hat der Verein ein Auto gesponsert bekommen. "Außerdem haben wir zwei Leute dazu bekommen, die sehr fleißig Einsätze fahren", sagt Renz.

Dennoch laufe es für die Tier-Ambulanz/Notfallrettung Niederbayern immer noch nicht gut. "Uns wäre schon sehr geholfen, wenn wir mehr Fördermitglieder hätten." Die Anfahrt zu den Einsätzen und die Medikamente verursachen hohe Kosten. Auch die Rettungsfahrzeuge und medizinischen Geräte müssen erhalten werden.


Wer sich engagieren möchte, kann sich über Facebook "Tierrettung Niederbayern" oder per E-Mail bei info@tierrettung-niederbayern.de melden. Spenden oder eine Fördermitgliedschaft sind möglich unter www.tierrettung-niederbayern.de.

 

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