Erzwingungshaft Flughafen München: Mann soll wegen 10 Euro in den Knast

Gleich zwei Bußgeldsünder hat die Bundespolizei am Münchner Flughafen erwischt. (Symbolbild) Foto: Bundespolizei Flughafen München

Die Bundespolizei hat am Flughafen zwei Bußgeldsünder erwischt. Einer der Männer weigerte sich seit einem Jahr einen Strafzettel in Höhe von zehn Euro zu zahlen.

 

München - Ein 54-Jähriger wäre wegen eines Strafzettels beinahe im Gefängnis gelandet. Wie die Bundespolizei berichtet, war der Mann am Münchner Flughafen um nach Hurghada zu reisen. Bei der Ausreisekontrolle fiel einem Bundespolizisten eine Fahndungsnotiz der Staatsanwaltschaft Göttingen auf. Der 54-Jährige hatte vor einem Jahr einen Strafzettel in Höhe von 10 Euro bekommen und sich offenbar vehement geweigert den zu bezahlen. 

Die Staatsanwaltschaft Göttingen reagierte auf die Weigerung mit einem Erzwingungshaftbefehl über einen Tag Haft. Der Mann wurde am Flughafen festgenommen und vor die Wahl gestellt: bezahlen oder Haft. Den drohenden Gefängnisaufenthalt vor Augen, entschied er sich dann doch, seine Geldbörse zu öffnen.

Laut Bundespolizei musste er neben dem geforderten Bußgeld auch noch 34,50 Euro Verwaltungskosten übergeben, bevor er die Wache wieder verlassen durfte.

Zweiter Bußgeldsünder erwischt

Am Abend ging den Ermittlern dann ein zweiter Bußgeldsünder ins Netz. Ein 43-Jähriger wurde bei seiner Ankunft aus Istanbul aus dem Verkehr gezogen. Auch gegen ihn lag ein Erzwingungshaftbefehl vor, allerdings über drei Tage. 

Der Mann hatte sich offenbar ebenso wenig um die ihm zugestellten Bußgeldbescheide gekümmert. 140 Euro Bußgeld und 109 Euro Verwaltungskosten hatten sich auf seinem Konto angesammelt. Auch der 43-Jährige wurde vor die Wahl gestellt: Drei Tage Stadelheim oder bezahlen. Er entschied sich für letzteres und durfte anschließend wieder gehen. 

 

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