Erkrankung überstanden Miriam Pielhau und der Kampf gegen den Krebs

Moderatorin Miriam Pielhau will Krebspatienten Mut machen Foto: ddp images

2008 erkrankte sie an Brustkrebs, inzwischen gilt Miriam Pielhau als geheilt. Über ihre Erfahrungen im Kampf gegen den Krebs redet die Moderatorin nun und rät allen Betroffenen: Kennt euren Gegner, stellt Fragen!

 

Vor der Schockdiagnose Brustkrebs sind auch Prominente nicht gefeit. 2008 erkrankte die TV-Moderatorin Miriam Pielhau (39), kämpfte sich mit OPs und Chemotherapie zurück ins Leben. Heute gilt sie als geheilt und will mit dem Buch "Handbuch gegen den Krebs" (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, Bild) anderen Patienten und deren Familien Mut machen.

Im Interview mit der "Bild am Sonntag" stellt sie klar, wie wichtig es ist, über die Krankheit informiert zu sein. "Ich habe immer sehr viel gefragt, aber das bringt mein Beruf natürlich auch mit sich. Ich fürchte aber, die meisten Betroffenen fragen eher zu wenig. Dabei ist das ganz wichtig! Man muss den Mut haben, liebevoll zu nerven, um wirklich zu verstehen, was mit einem passiert."

Pielhau kann sich selbst noch gut an den Tag erinnern, als sie die niederschmetternde Nachricht von ihrem Arzt erhielt: "Krebs ist wie ein Seelen-Erdbeben. Die Welt, wie man sie kannte, wird komplett zerstört, zurück bleibt ein Trümmerhaufen. Sich darin zurechtzufinden kostet viel Kraft und man braucht dafür sowohl Mitstreiter wie gutes Werkzeug. Das Werkzeug sind Informationen!"

Seit fünf Jahren ist Pielhau nun beschwerdefrei, gilt als geheilt. Angst, der Krebs könnte zurückkehren, hat die TV-Moderatorin nicht: "Diese fünf Jahre sind schon eine wichtige Heilungshürde. Ich glaube aber auch, das die Seele so lange braucht, bis sie wirklich mit der Erkrankung zurechtkommt. Irgendwann ist der Krebs dann nur noch eine Erinnerung an eine herausfordernde Zeit, mit der man bestenfalls seinen Frieden gemacht hat - aber nichts mehr, was einen ängstigt.

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