Erinnerungsstätte im Olympiapark Olympia-Attentat: Stadt beteiligt sich an Denkmal-Kosten

Die Stadt beteiligt sich an der Finanzierung der geplanten Erinnerungsstätte an das Olympia-Attentat. Foto: Brückner & Brückner Architekten

Diesen Herbst soll sie stehen – die Erinnerungsstätte des Olympia-Attentats von 1972. Am Donnerstag hat der Münchner Stadtrat beschlossen, sich an den Kosten des Millionen-Projekts im Olympiapark zu beteiligen.

Milbertshofen/Am Hart - Am Donnerstag hat der Kulturausschuss des Münchner Stadtrats beschlossen, die geplante Olympia-Gedenkstätte mitzufinanzieren. Für das Bauvorhaben rechnet der Freistaat Bayern mit Gesamtkosten von rund 1,676 Millionen Euro – die Stadt München wird 419.000 Euro beisteuern.

Standort für die Gedenkstätte wird der Lindenhain am Kolehmainenweg im Olympiapark. Von dort aus kann man den Tatort des Attentats (Conollystraße 31) sehen und auch auf die Hauptbauwerke des Parks blicken. Die Gedenkstätte soll eine Ausstellung beinhalten, in der die Biographien der elf isarelischen Opfer beschrieben werden. Auch der Münchner Polizist, der bei der gescheiterten Geiselbefreiung starb, soll gewürdigt werden.

Klaus Peter Rupp, kulturpolitischer Sprecher der Rathaus-SPD, zum Beschluss: "Es ist gut, dass im Olympiapark nun ein würdiger Erinnerungsort entsteht, an dem sich Besucherinnen und Besucher mit dem schrecklichen Ereignis während der Olympischen Spiele 1972 auseinandersetzen können. Die neue Gedenk- und Informationsstätte im Olympiapark wird dafür sorgen, dass die verabscheuenswerte Tat in unserem kollektiven Gedächtnis bleibt."

Zudem hat der Kulturausschuss in seiner Sitzung die Errichtung eines weiteren Gedenkorts in München beschlossen. Am Königsplatz soll ein Mahnmal entstehen, das an die Bücherverbrennung im Mai 1933 erinnert. Nun wird ein Gestaltungswettbewerb ausgelobt –  um Vorschläge wird gebeten. Rupp dazu: "In München finden jedes Jahr Veranstaltungen statt, die an das Gräuel der Bücherverbrennung erinnern. Was aber fehlt, ist eine dauerhafte Installation am Königsplatz. Wir begrüßen sehr, dass sich das nun ändern soll."

 

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