Er zieht wieder nach München Prinz Frédéric von Anhalt will Imbiss am Marienplatz eröffnen

Prinz Frédéric von Anhalt in München. (Archivbild) Foto: imago/Overstreet

Nach dem Tod seiner Ehefrau Zsa Zsa Gabor (†99) will Prinz Frédéric von Anhalt (75) zurück nach Deutschland. In München sucht er eine Wohnung und träumt von einem eigenen Imbiss am Marienplatz.

München - Er kennt die glamourösen Höhen des Lebens, aber auch die traurigen Tiefen. Nach 36 Jahren in Los Angeles spürt Prinz Frédéric von Anhalt einen Anflug von Heimweh und sucht deshalb nach Wohnungen in Deutschland. "Ich war während meiner Ehe nie länger als zwei Wochen hier. Zuletzt musste ich meine geliebte Frau pflegen." Der schlagzeilenträchtige Adoptiv-Prinz wohnt derzeit im Bayerischen Hof. München hat es ihm angetan, wie er der AZ verrät: "Ich liebe die Nähe zu den Bergen und genieße, dass hier Schnee liegt. Ich bin ein absoluter Wintermensch."

Prinz Frédéric von Anhalt will also wieder zurück nach München. Schon von 1979 bis 1987 lebte er in der Möhlstraße. Doch nach der Hochzeit mit Film-Diva Gabor zog er dort aus: "Für Zsa Zsa waren 95 Quadratmeter einfach zu klein. Sie brauchte es größer. Also habe ich die Wohnung aufgegeben."

Lebensstil und Lifestyle in München gefallen Prinz Frédéric von Anhalt

Jetzt, zwei Jahre nach dem Tod von Zsa Zsa Gabor, möchte er wiederkommen: "München ist im Vergleich zu den Achtziger Jahren viel schöner geworden. Es sind Lebensstil und Lifestyle, die mir hier so gut gefallen. Die Menschen sind viel mehr draußen, gerade in der Weihnachtszeit. Hier bewegt sich eine Masse, das hat man zum Beispiel in Hamburg gar nicht. In München ist alles viel konzentrierter. Das ist toll."

Sieht man von Anhalt also bald nicht mehr nur auf Hollywood-Partys, sondern auch in der Münchner Schickeria? Gut möglich! Die Wohnungssuche läuft, doch nach einem Raubüberfall mit einer Messer-Attacke in Santa Monica im August hat sich sein Sicherheitsbedürfnis verändert: "Die Wohnung muss einen eigenen Security-Service mit Concierge haben. Deshalb würde ich am liebsten nach Bogenhausen in die Nähe der Botschaften ziehen." Bei der Größe der neuen Bleibe gibt er sich nach dem Verkauf der Gabor-Villa viel bescheidener: "Mir reichen 140 Quadratmeter mit einem Bett. Eine Wohnung brauche ich streng genommen nur dann, wenn ich nicht mehr aufstehen kann. Da ich fit bin, will ich doch raus und nicht daheim hocken."

Ein kleiner Imbiss am Marienplatz

Zur Ruhe möchte sich Frédéric von Anhalt, der jeden Tag im Fitnessstudio Rad fährt und zehn Kilometer läuft, nicht setzen. Er hat einen Traum: "Ich will noch einmal durchstarten. Die Gastronomie reizt mich. Ein kleiner Imbiss am Marienplatz, wo viele Touristen sind und sich die Leute austauschen. Das ist doch eine Geldgrube. Ich würde gerne dort einen kleinen Laden anmieten und innerhalb 14 Tagen eröffnen. Ich bin jetzt 75, so viel Zeit habe ich nicht mehr."

Kann sich der Bald-Münchner auch eine neue Frau an seiner Seite vorstellen? "Nein, ich glaube nicht, dass ich mich noch einmal verlieben werde. Ich war so lange mit Zsa Zsa zusammen. Unsere Ehe war zu tief und innig. Wir hatten viele Skandale, aber haben immer zusammengehalten. An uns glaubte anfangs niemand", sagt ein nachdenklicher Frédéric von Anhalt, verabschiedet sich höflich, steigt in sein Auto und braust davon in seine geliebten Berge.

 

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