Er nimmt kein Blatt vor den Mund Jan Delay: Kein braver Papa

Jan Delay will sich als Vater nicht verbiegen Foto: ddp images

Je älter die Tochter von Jan Delay wird, desto mehr bekommt sie von ihrer Umwelt - und ihrem Vater - mit. Für den Musiker bedeutet das jedoch nicht, das Fluchen zu lassen.

 

Für viele Menschen krempelt die Geburt des ersten Kindes das Leben vollkommen um. Für Jan Delay (38, "Oh Jonny") kommt es hingegen nicht in Frage, sich für seine Tochter (1) zu verbiegen. Und das, obwohl die Kleine ihm gelegentlich einen Spiegel vorhält. "Bei meiner Tochter ist es gerade so, dass sie sich kaputtlacht, wenn ich das Wort 'Scheiße' sage", erzählte der Musiker der Zeitschrift "Emotion".

"An dem Punkt will ich mich aber auch nicht ändern. Ich werde nicht anfangen, Scheiße das 'böse Wort' zu nennen oder jedes Mal 'S-c-h-e-i-s-z-e' zu buchstabieren. Darauf habe ich keinen Bock", fügte er hinzu. Vielmehr wolle er seiner Tochter vermitteln, wer er als Mensch sei, "aber auch versuchen, ihr beizubringen, wann man das Wort verwenden darf und wann nicht".

Zuhause will Delay, der mit bürgerlichem Namen Jan Phillip Eißfeld heißt, sich nicht zensieren. Seine Texte betrachtet er heute allerdings kritischer als früher. Das liege jedoch nicht an seiner Rolle als Vater. "Das hat eher etwas mit dem Älterwerden und einem wachsenden Bewusststein für andere zu tun", erklärte er dem Blatt. "Mit der Erfahrung fällt dir dann auf, shit, dir hören ja auch Zwölfjährige zu, dann glorifiziere ich das Gras eben weniger in den Songs."

 

 

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