"Er kann nett trommeln – mehr nicht“ Ralph Siegel und Leslie Mandoki: Riesen-Krach um Dschinghis Khan

"Ich lebe nicht in der Vergangenheit wie Ralph Siegel", sagt Leslie Mandoki. Ralph Siegel meint: "Leslie war immer das sechste Rad am Wagen der Band." Foto: dpa/imago

Nach dem Comeback von Dschinghis Khan: Hitkomponist Ralph Siegel ist empört, dass Ex-Mitglied Leslie Mandoki jetzt quer schießt – und schlägt verbal zurück.

Hier spielt nicht etwa die Musik. Hier kracht es jetzt gewaltig. Nachdem die AZ über das überraschende Comeback von Dschinghis Khan ("Moskau") berichtet hatte, eskaliert es zwischen Ralph Siegel (72) und Leslie Mandoki (65).

Die beiden Männer, einst verbunden durch den Erfolg der weltweit beliebten Band (20 Millionen verkaufte Tonträger), zoffen sich nun heftig. Fakt ist: Siegel hat Dschinghis Khan erfunden, die Lieder geschrieben und komponiert. Leslie Mandoki war Mitglied der Band und ist es nicht mehr.

Comeback von Dschinghis Khan: Leslie Mandoki will nicht

Der Auslöser des Mega-Krachs? Je nach Sichtweise. Leslie wurde über die Comeback-Idee von Dschinghis Khan nicht informiert, sagte deshalb: "Ich lebe im Hier und Jetzt mit fokussiertem Blick nach vorne und nicht in der Vergangenheit wie Ralph Siegel."

Für Ralph ein Schlag ins Gesicht. Der Hitkomponist, sonst bemüht um Diplomatie, holt jetzt aber ebenfalls verbal aus. Zur AZ sagt Siegel: "Ich finde es furchtbar niveaulos, was Leslie von sich gibt. Die letzten 30 Jahre hat er immer gegen Dschinghis Khan gepoltert. Deshalb haben wir im Traum nicht daran gedacht, ihn in unsere neuen Pläne miteinzubeziehen. Er war immer das sechste Rad am Wagen der Band. Er hat ganz nett getrommelt und ganz nett ausgeschaut – aber mehr nicht."

Ralph Siegel: Niveaulos, was Leslie Mandoki von sich gibt

Und: "Er hat auch brav ein bisschen mitgesungen. Doch das Meiste musste ich löschen, weil es unbrauchbar war."

Was ihn besonders stört: "Viele denken, Leslie sei das berühmteste Mitglied von Dschinghis Khan. Total falsch. Er kam aus Ungarn und ich habe ihn in die Band aufgenommen. Die Frisur und den Bart hat er heute noch, weil ihn sonst niemand erkennen würde. Aber er lästert nur über die Band, der er alles zu verdanken hat. Das ist stillos und unverschämt. Er tut jetzt so, als sei er ein toller Jazzmusiker oder was Besseres."

Ralph Siegel betont, dass er sich nie über ihn aufregen wollte. "Aber jetzt war mir das zu blöd. Leslie behauptet, dass Dschinghis Khan eine Jugendsünde von ihm sei und sagt, wir sollen in Möbelhäusern auftreten. Geht’s noch? Er soll sich nicht mit fremden Federn schmücken. Ohne Dschinghis Khan wäre er nichts."

Wann sich die beiden Männer zuletzt gesehen haben? Siegel: "Er bombardiert mich immer mit Nachrichten, was er wo macht. Ob er mit einer Autofirma in China auftritt und was weiß ich. Ich wünsche ihm dabei viel Erfolg. Wir werden jetzt mit Dschinghis Khan die Welt erobern und er kann gern weiter herumtrommeln."

 

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