Er hatte einen Weihnachtswunsch Untergetauchter Drogendealer am Münchner Flughafen gefasst

Hinter Gittern: Ein Festgenommener im Flughafen München (Symbolbild). Foto: Bundespolizei

2013 wurde er an der spanisch-französischen Grenze mit kiloweise Drogen erwischt, 2016 zu einer Haftstrafe verurteilt. Über ein Jahr lang entzog sich der Franzose erfolgreich der Haft – bis zum ersten Weihnachtsfeiertag. 

 

München/Erding – Die Bundespolizei hat einen international gesuchten Straftäter am Münchner Flughafen festgesetzt. Der heute 46-Jährige war im Oktober zu einer dreißigmonatigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er im Jahr 2013 an der spanisch-französischen Grenze mit 17 Kilogramm selbst produziertem Cannabis aufgehalten wurde. Die französische Justiz sah es damals als erwiesen an, dass er die große Menge Rauschgift in Spanien an den Mann bringen wollte. 

Da der Mann bereits acht Monate in Untersuchungshaft verbüßt hatte, wären noch 22 offen gewesen. Nach der Verhandlung tauchte der Dealer jedoch unter. Die französischen Behörden ließen daraufhin europaweit nach dem Mann suchen.

Sein Weihnachtswunsch: nicht ausgeliefert werden

Erst gut ein Jahr später, am vergangenen ersten Weihnachtsfeiertag, wurde ihm ein geplanter Trip nach Vietnam zum Verhängnis. Auf dem Weg von Barcelona über Abu Dhabi nach Saigon musste er in München durch die grenzpolizeiliche Ausreisekontrolle, dort bemerkten die Bundespolizisten die Fahndungsnotiz aus Frankreich.  

Beim Haftrichter hatte der Franzose dann auch noch einen Weihnachtswunsch. Er bat darum, die restliche Haftstrafe von 22 Monaten in einem deutschen Gefängnis absitzen zu dürfen. Inzwischen sitzt der Mann in Stadelheim und wartet auf sein Auslieferungsverfahren. Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, scheint dennoch fraglich.

 

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