Epileptischer Anfall bei Horror-Crash Rentnerin überfahren: Opern-Raser hatte Fahrverbot!

Bilder vom Horror-Unfall vor der Bayerischen Staatsopfer in der Maximilianstraße. Der Autofahrer erlitt einen epileptischen Anfall und erfasste eine Fußgängerin, die kurze Zeit später im Krankenhaus starb. Foto: Feuerwehr München

Im letzten April erlitt ein Mann am Steuer seines Wagens einen epileptischen Anfall und überfuhr eine Rentnerin vor der Oper – sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus. Nun kommt heraus: Der damals 24-Jährige hätte gar nicht Autofahren dürfen!

 

München - Am 27. April 2015 kam es zum Horror-Unfall vor der Bayerischen Staatsoper in der Maximilianstraße, bei dem eine 65-jährige Rentnerin getötet wurde. Der Unfallfahrer, ein Feuerwehrmann aus Rosenheim, hatte während der Fahrt einen epileptischen Anfall erlitten und drückte infolge eines Krampfanfalls das Gaspedal durch, als er aus dem Parkhaus am Max-Joseph-Platz fuhr. Erst knallte er mit seinem Audi gegen einen anderen Wagen und erfasste dann die Fußgängerin.

Sechs Stunden vor Opern-Unfall hatte er den ersten Anfall

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll der Mann schon sechs Stunden vor dem tragischen Unglück einen epileptischen Anfall gehabt haben, weswegen er sich eigentlich gar nicht mehr hinters Steuer hätte setzen dürfen. Damals blieb er in der Marsstraße auf der Fahrbahn stehen, ein Notarzt wurde alarmiert und brachte ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Nach dem ersten Anfall erklärte ihm sein Arzt, dass für ihn absolutes Fahrverbot gelte – eine Eigen- und Fremdgefährdung im Verkehr wäre zu groß.

Prozessbeginn am Donnerstag

Sechs Stunden später setzte sich der Feuerwehrmann allerdings trotzdem wieder in seinen Wagen. Vor dem Restaurant Kuffler in der Maximilianstraße erfasste er dann die 65-Jährige, die mit schwersten Verletzungen in eine Klinik eingeliefert wurde, kurze Zeit später allerdings verstarb.

Am Donnerstag beginnt nun der Prozess vor dem Münchner Landgericht. Die Staatsanwaltschaft München I wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung vor – der Angeklagte hätte nach dem ersten Anfall nicht nochmal fahren dürfen.

 

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