Engagement bei "Blickpunkt Sport" Isabella Müller-Reinhardt: "Der größte Fehler meines Lebens"

, aktualisiert am 02.09.2016 - 12:40 Uhr
Isabella Müller-Reinhardt tritt gegen die BR-Sendung "Blickpunkt Sport" nach. Foto: dpa

Wenn Frau Müller-Reinhardt sich damals schlecht und ungerecht behandelt gefühlt hat, bedauern wir dies. Wäre sie heute Mitarbeiterin beim ‚Blickpunkt‘, käme sie sicherlich zu einer anderen Einschätzung.“Moderatorin Isabella Müller-Reinhardt tritt gegen die BR-Sendung "Blickpunkt Sport" nach. "Es war der größte Fehler meines Lebens".

 

München - "Ich wurde erstmalig in meinem Leben derart gemobbt, dass ich an psychische Grenzen stieß." So erinnert sich Isabella Müller-Reinhardt an ihre Zeit als Moderatorin bei der BR-Sendung "Blickpunkt Sport". Eine verantwortliche Person habe ihr große Probleme bereitet, wie sie in einem Interview mit dem Online-Medienportal "Meedia" sagte. "Blickpunkt Sport war der größte Fehler meines Lebens", so das Resümee der 41-Jährigen.

"Wie eine Nutte, die aus einem Bordell kommt"

Ihr sei "in Redaktionskonferenzen mit 30, 40 Redakteuren" gesagt worden, dass sie bei ihren Moderationen aussehe "wie eine Nutte, die aus einem Bordell kommt". Sie sei zum BR geholt worden, um jüngere Zuschauer anzusprechen. Aber: "Folgte ich dem Rat desjenigen, der mich holte, ich solle frecher, mutiger, jünger sein, lief ich bei einer verantwortlichen Person ins Messer", sagte Müller-Reinhardt. "Es wurde durchgeladen und darauf gewartet, abdrücken zu können." Andere BR-Redakteure hätten sie unterstützt und in Konferenzen gesagt, man solle froh sein, dass sie da sei.

"Danach wurde es nur noch schlimmer für mich. Je mehr Zuspruch ich bekam, desto größer wurde der Ärger." Ihr seien auch nur kritische Zuschauerbriefe weitergeleitet worden, dem Intendanten ebenfalls. Namentlich wollte Müller-Reinhardt die angesprochene Person allerdings nicht nennen.

BR: "Schwierig nachzuvollziehen"

Die "Bild" konfrontierte den Bayerischen Rundfunk mit den Aussagen Müller-Reinhardts. Der Sportchef äußerte sich gegenüber der Zeitung wie folgt: "Dass sich Frau Müller-Reinhardt erst jetzt, fast zehn Jahre später mit diesen Vorwürfen meldet, ist bedauerlich und macht es schwierig für uns nachzuvollziehen, ob tatsächlich jemand gemobbt wurde und wenn ja von wem. Wenn Frau Müller-Reinhardt sich damals schlecht und ungerecht behandelt gefühlt hat, bedauern wir dies. Wäre sie heute Mitarbeiterin beim ‚Blickpunkt‘, käme sie sicherlich zu einer anderen Einschätzung."

 

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