Endstation Grexit? Schuldenkrise: Griechenlands Banken bleiben geschlossen!

Chaos in Griechenland: Die Bürger stehen vor einer Bank - das Auszahlungslimit beträgt lediglich 120 Euro. Foto: dpa

Die Griechen können weiterhin nicht frei über ihre Guthaben verfügen. Aus Sorge vor einem Ansturm auf die Konten bleiben die Banken geschlossen.

 

Athen - Die Banken im Euro-Krisenstaat Griechenland bleiben bis wenigstens Mittwochabend weiter geschlossen. Wie die Präsidentin des Bankenverbandes, Louka Katseli, am Montag mitteilte, wurde die seit gut einer Woche geltende Regelung um zwei Tage verlängert. Dies habe der Rechnungshof auf einer Sitzung unter dem Vorsitz des stellvertretenden Finanzministers Dimitris Mardas beschlossen.

Danach dürfen die Griechen weiterhin maximal 60 Euro am Tag an den Geldautomaten von ihren Konten abheben. Die bisher geltenden Kapitalverkehrskontrollen waren Anfang voriger Woche in Kraft getreten und sollten am Montagabend auslaufen. Überweisungen ins Ausland sind nur nach einer Genehmigung der Zentralbank möglich. Rentner, die keine Bankkarten haben, können in der Woche höchstens 120 Euro abheben. Ausländische Touristen sind von den Einschränkungen nicht betroffen.

Die griechische Regierung hatte die Kapitalverkehrskontrollen eingeführt, nachdem die Bankkunden aufgrund der unsicheren Finanzlage Milliardenbeträge von ihren Konten abgehoben und damit die Liquidität der Geldhäuser praktisch erschöpft hatten. Die griechischen Banken können Auszahlungen nur vornehmen, da sie Notkredite von der Europäischen Zentralbank (EZB) erhalten.

 

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