Elfmeter spielentscheidend 0:1 gegen den FSV - Löwen offensiv zu harmlos

Die Löwen um Kapitän Christopher Schindler probierten nach vorne viel, blieben aber erschreckend harmlos. Foto: sampics/Augenklick

Nach einem Elfmeter-Tor des FSV Frankfurt waren die Löwen offensiv zu ungefährlich, um das Ergebnis wie in Paderborn zu stürzen. Damit beenden die Sechzger die Hinrunde bereits jetzt sicher auf einem Abstiegsplatz.

 

München - Benno Möhlmann war nach der schlechtesten Hinrunde des TSV 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga bedient. Die "Löwen" kassierten am Freitagabend gegen den FSV Frankfurt eine 0:1 (0:1)-Heimniederlage, die der 1860-Coach mit Klartext bedachte. "Wir waren von der Einstellung nicht so aggressiv, nicht so gierig", schimpfte Möhlmann.

Dani Schahin erzielte vor 14 100 Zuschauern mit einem Foulelfmeter in der 37. Minute das Siegtor für die Frankfurter. Nach zuvor acht Punkten aus vier Spielen fehlte bei den "Löwen" neben den spielerischen Ideen überraschend auch die Überzeugung. Mit nur 14 Punkten aus 17 Partien gehen die Sechziger auf einem direkten Abstiegsplatz in die Rückrunde.

Nachlegen war eigentlich angesagt bei 1860. Gegen seinen Ex-Club bot Möhlmann den jungen Emanuel Taffertshofer auf der rechten Abwehrseite als Ersatz für den erkrankten Routinier Gary Kagelmacher auf. Die erste gute Chance erspielten sich die Gäste. Der agile Besar Halimi setzte Ehsan Haji Safi ein. Der Iraner lupfte den Ball aber aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei (13.).

1860 brauchte einige Zeit, um das Spiel zu dominieren. Der 2,03 Meter große Außenstürmer Fejsal Mulic schoss gefährlich (24.). Die beste Möglichkeit zum Führungstreffer hatte der wiedererstarkte Torjäger Rubin Okotie. Den Kopfball des Österreichers nach einer Flanke seines Landsmannes Michael Liendl konnte FSV-Schlussmann André Weis allerdings glänzend zur Ecke abwehren (30.).

Kurz darauf jubelten überraschend die Frankfurter: Der unerfahrene 1860-Verteidiger Sertan Yegenoglu agierte im Strafraum ungeschickt gegen Halimi, den fälligen Foulelfmeter verwandelte Schahin. Torwart Vitus Eicher entschied sich zwar für die richtige Ecke, kam aber nur mit den Fingerspitzen an den Ball. "Wir haben nicht so ins Spiel gefunden und unnötig den Elfmeter fabriziert", klagte Möhlmann.

In der zweiten Spielhälfte versuchten die Sechziger viel, aber ohne Erfolg. Möhlmann wechselte zwei weitere Offensivkräfte ein, aber es fehlte zu häufig der letzte Pass, die Entschlossenheit und auch die Torgefahr. Die "Löwen" stehen in der Saison nach dem Beinahe-Abstieg vor einer weiteren schweren Rückrunde.

 

73 Kommentare