Elefantenbulle Ludwig – Homestory aus Hellabrunn

Nach mehr als 60 Jahren ist Ludwig das erste in München geborene Elefantenbaby, das in Hellabrunn munter groß wird. Ein Fernseh-Team des Bayerischen Rundfunks hat Ludwig und seine Pfleger monatelang im Alltag begleitet. Foto: az/schramek

Der Elefantenbulle Ludwig ist im Mai vor einem Jahr auf die Welt gekommen und hat die Herzen der Münchner erobert – eine BR-Reportage zeigt ihn beim Pfau-Jagen oder beim Morgen-Bad.

 

München - Er ist nicht nur ein – er ist der Star der Hellabrunner Dickhäuterherde: Ludwig, der kleine Elefantenbulle, der Anfang Mai 2011 zur Welt kam. Nach mehr als 60 Jahren ist er das erste in München geborene Jungtier, das in Hellabrunn gesund und munter groß wird. Ein Fernseh-Team des Bayerischen Rundfunks hat Ludwig und seine Pfleger deshalb monatelang im Alltag begleitet.

Der BR zeigt „Ludwig: Das spannende Leben eines kleinen Elefanten“ am Freitag um 19 Uhr. Die Höhen und Tiefen eines Elefanten-Lebens hat Ludwig bereits kennen gelernt: Tina (†53), die alte Leitkuh der Herde, konnte den aufgedrehten Treibauf nicht leiden. Sie trampelt ihm auf die Füße und knufft ihn mit dem Rüssel, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Anfangs müssen die Tierpfleger Ludwigs Mutter Temi sogar dabei helfen, ihr Junges vor dem Alphaweibchen zu beschützen.

Besonders traurig für Ludwig und die Münchner ist der Tod seiner Halbschwester, von den Zoo-Besuchern liebevoll Lola genannt. Das Elefantenmädchen ist herzkrank, soll in Großhadern operiert werden – und stirbt kurz vor dem Eingriff im Januar 2012 an einer Embolie. Das Tierpark-Team bringt das tote Kalb zurück zu seiner Herde. Mutter Panang, der kleine Ludwig und die anderen nehmen Minuten lang Abschied. Ein herzzerreißender Anblick.

Doch das Leben geht weiter. Und Ludwig hat viel Freude daran: Er liebt es, die Pfaue durch das Außengehege zu jagen. Nach anfänglichem Zögern entdeckt er seine Begeisterung für den Wassergraben. Und jeden Morgen stellt er sich fröhlich mit allen vier Füßen auf ein kleines rundes Podest, um mit den Pflegern Kunststücke einzuüben. „Ludwig entwickelt sich super“, sagt Andi Fries, Leiter des Elefanten-Reviers. „Er ist bumperlgsund und hoffentlich geht’s so weiter.“

 

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