Eklat in Bielefelder Biergarten Shitstorm im Netz: Wirt wirft verschleierte Frau hinaus

Wirt Christian Schulz (r.) mit seinem Koch George Amaning aus Ghana. Foto: Facebook/ Seekrug Bielefeld

Am Samstag kam es in einem Bielefelder Biergarten zu einem Eklat: Wirt Christian Schulz hatte eine verschleierte Frau hinausgeworfen, weil er keinen Extremismus in seinem Lokal duldet. Daraufhin hagelte es Kritik im Internet.

 

Bielefeld - Der Wirt vom "Seekrug", Christian Schulz, ist derzeit in aller Munde. Er hatte am vergangenen Samstag eine verschleierte Frau aus seinem Biergarten geworfen. Seine Erklärug: Er hatte Sorge um das Wohl seiner Gäste. Denn die Frau war, nach Angaben des Wirts, in schwarz gekleidet und vollkommen verschleiert gewesen. Gegenüber dem "Westfalenblatt“ sagte Schulz: "Ich weiß, dass viele Gäste ein mulmiges Gefühl bekommen, wenn komplett verschleierte Frauen in der Nähe sind."

Am Samstag waren dem Gastronom zwei Frauen aufgefallen. Eine von ihnen trug einen Nikab – einen muslimischen Gesichtsschleier. Als er sie bat, den Schleier abzunehmen, antwortete die Frau, dem Wirt zufolge, auf deutsch: "Sie haben wohl eine Textilallergie. Ich behalte den Schleier auf. Das verlangt mein Glaube." Daraufhin warf Schulz die Frauen aus dem Biergarten.

Herrliche Abendstimmung im "Seekrug“ am Obersee in Bielefeld. (Quelle: Facebook / Seekrug Bielefeld)

Wirt Schulz: Kein Platz für Extremismus

Kurze Zeit später wurde Schulz im Internet massiv angefeindet. Vor allem auf Facebook wird der Bielefelder Wirt als "Rassist" und "Hitlers Nachfolger" beschimpft. Doch es geht nicht nur gegen Schulz, sondern auch gegen sein Lokal. Es entwickelt sich eine regelrechte Schmutzkampagne auf Facebook. Mit zum Teil neu angelegten Profilen werden Personal und Essen verunglimpft.

Nun wehrt er sich, geht selbst an die Öffentlichkeit. Dabei betont Schulz, dass er weltoffen sei, jedoch jede Art von Extremismus ablehne. Unterstützung bekommt er von seinen Gästen, die nun eine Gegenbewegung im Netz gestartet haben.

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