Eishockey Nach Abstieg mit U20: Bundestrainer Cortina erhält WM-Bewährungschance

Als Trainer der U20 ist Pat Cortina abgestiegen - jetzt muss das Ergebnis mit der A-Mannschaft stimmen. Foto: sampics/Augenklick

Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina erhält trotz des Abstieges mit der U20-Nationalmannschaft eine letzte Bewährungschance bei der WM in Prag (1. bis 17. Mai).

 

Berlin - Eine letzte Chance für Pat Cortina: Nach dem Abstieg mit der U20 muss die Leistung bei der WM im Mai stimmen. "Daran ändert sich nichts", sagte DEB-Präsident Franz Reindl am Sonntag dem SID.

Aus seiner Enttäuschung über den Abstieg der U20-Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der Junioren-WM in Kanada unter Cortinas Leitung machte Reindl aber keinen Hehl: "Die U20 ist das Kapital der Zukunft. Wir waren nahe dran, aber das ist eben nicht genug. Es zeigt, dass wir in diesem Bereich in Zukunft mehr tun müssen."

Unmittelbare Konsequenzen muss Cortina aber nicht fürchten. "Wir gehen mit Pat in die Maßnahmen zur WM-Vorbereitung und dann auch in das Turnier", hatte zuvor schon DEB-Sportdirektor Ernst Höfner betont. Erst am Saisonende will Verband über die Zukunft des Bundestrainers, dessen Vertrag ausläuft, entscheiden.

Nach der verpassten Olympia-Qualifikation 2013 und dem blamablen 14. Platz bei der WM ein Jahr darauf steht Cortina unter Druck. Der Italo-Kanadier muss bei der WM wohl mindestens ein Olympia-Qualifikationsturnier in eigener Halle erspielen, ansonsten steht der Abschied bevor.

Nachdem Cortina im November mit dem A-Team noch den Deutschland-Cup gewinnen konnte, offenbarte das von ihm betreute Junioren-Team in Kanada vor allem technisch und läuferisch erhebliche Schwächen. In der Nacht zu Sonntag verlor das Team auch das zweite Relegationsspiel gegen die Schweiz 2:5 (1:2, 1:1, 0:2) und stieg aus der Top-Division ab. "Wir sind frustriert", sagte Cortina.

Im gesamten Turnierverlauf waren die DEB-Junioren um Kapitän Dominik Kahun (EHC Red Bull München) sieglos geblieben und hatten nur sechs Tore in sechs Spielen erzielt. Nach drei Jahren in der A-Gruppe muss der DEB-Nachwuchs damit wieder den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten.

 

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