Eishockey Die Konkurrenz: Staatsfeinde und Ex-NHL-Stars

Der EHC Red Bull München startet mit dem Ziel Meisterschaft. Wie sieht es bei den anderen Team der DEL aus? Foto: Logo_des_EHC_Red_Bull_München ho

Der EHC Red Bull München peilt den Titel in der Deutschen Eishockey Liga an. Und die anderen Teams? Die AZ checkt Berlin, Köln und Co.

 

München - Der Blick beim EHC Red Bull geht nur nach oben. Neu-Trainer Pierre Pagé hat den Titel anvisiert. Heißt: Der EHC geht am Freitag gegen die Hamburg Freezers (19.30 Uhr, Olympiaeishalle) auf die Mission Titelgewinn. Die EHC-Konkurrenten im AZ-Check.

EISBÄREN BERLIN: Der Ex-Verein von Pierre Pagé hat seinen Meistertrainer verloren: Don Jackson, der fünf Mal den Titel holte, heuerte bei Red Bull Salzburg an. Für ihm übernahm Jeff Tomlinson. Der sagt: „Wir sind der Staatsfeind Nummer 1. Jeder will uns vom Thron stoßen.” Ob er es schafft, wie Jackson in den entscheidenden Momenten alles aus dem Team herauszukitzeln, erscheint fraglich.

HAMBURG FREEZERS: Sie sind ein Mysterium. Immer gut dabei, aber wenn es drauf ankommt, versagen sie. Letzte Saison hatten sie die Eisbären am Rande des Playoff-KOs, aber die Freezers schlugen sich wieder selbst. Doch das Team scheint gereift. Ex-EHCler Johan Eldepalm ist angeschlagen, auch sonst werden Verletzungssorgen den Start schwer machen.

KÖLNER HAIE: Das Team von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp hat nur ein Ziel: es besser zu machen als in der Vorsaison, als man Vizemeister wurde. Es gab kaum Veränderungen, das Team ist eingespielt. Stürmer Marcel Müller ist eine echte Verstärkung.

ERC INGOLSTADT: Der Verein feiert 2014 50-jähriges Bestehen. Neu-Coach Niklas Sundblad kann auf ein erfahrenes Team zurückgreifen. Der Ausfall von Stürmer Thomas Greilinger (Mittelfußbruch) ist ein herber Verlust. Der Wechsel von Raubein Sean O’Connor zum EHC wiegt schwer.

AUGSBURG PANTHER: Das Hallenbau-Fiasko ist so gut wie beendet, die Augsburger haben mit Nationalspieler Patrik Ehelechner einen starken Mann im Kasten. Trainer Larry Mitchell ist dafür berühmt, immer tolle Teams zu formen.

MANNHEIM ADLER: Jedes Jahr gehören sie zu den Favoriten, doch der letzte Titel sprang 2007 raus. Nach dem Viertelfinal-Aus in der Vorsaison könnte diese Spielzeit die Schicksalssaison für Trainer Harold Kreis sein. Spieler wie der Ex-EHCler Martin Buchwieser und der frühere NHL-Star Jochen Hecht sollen für Erfolg sorgen.
NÜRNBERG ICE TIGERS: Nach der letzten Katastrophen-Saison scheint Geldgeber Thomas Sabo die Lust zu verlieren. Er feuerte Sportdirektor Lorenz Funk und Trainerlegende Bengt-Ake Gustafsson. Jetzt sollen es Tray Tuomie als Chefcoach und Münchens Ex-Co-Trainer Maurizio Mansi als sein Assistent richten.

SCHWENNINGER WILD WINGS: Der DEL-Rückkehrer steht vor einer schweren Saison. Trainer Stefan Mair ist eine relative Unbekannte. Mit Nationaltorwart Dimitri Pätzold hat man hinten eine starke Absicherung, Sascha Goc dürfte im Powerplay für Punkte sorgen.

STRAUBING TIGERS: Der Erzrivale des EHC hat die dritte Playoffteilnahme in Folge anvisiert. 116 Sponsoren decken den Etat ab, ein Novum. An Stürmer Eric Beaudoin kann es liegen, ob die Tigers die Playoffs schaffen. Oder nicht!

DÜSSELDORFER EG: Die DEG war schon so gut wie pleite, ehe die Rettung für den Traditionsverein kam. 13 Spieler gingen, nur acht kamen. Trainer Christian Brittig: „Unser Etat lässt keine großen Sprünge zu.”


ISERLOHN ROOSTERS: Die große Enttäuschung der Vorsaison, als man Vorletzter wurde. Trainer Doug Mason durfte trotzdem bleiben. Groß verstärkt hat man sich aber nicht.

KREFELD PINGUINE: Seit sieben Jahre folgt auf eine Playoff-Saison eine Spielzeit ohne Playoffs. Mit Dusan Milo, Richard Pavlikovsky und Scott Langkow hat Krefeld drei Dauerbrenner verloren.

GRIZZLY ADAMS WOLFSBURG: Das Sensationsteam der vergangenen Saison, das im Halbfinale scheiterte. Der Wechsel von Kai Hospelt zu Mannheim ist ein schwerer Verlust.

 

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